zur Navigation springen

Güstrower Markt : Wie soll der Marktplatz aussehen?

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Vorschläge zur Neugestaltung des Güstrower Marktes. Diskutieren Sie mit, liebe Leser, und schicken Sie uns Ihre Meinung!

von
erstellt am 10.Okt.2015 | 06:00 Uhr

Güstrow diskutiert über die Neugestaltung des Marktplatzes. Soll eine Skulptur oder ein Brunnen in der Mitte des Marktes errichtet werden? Oder beides in einem? Es gibt bereits konkrete Vorschläge. Fest steht: Die Güstrower wünschen sich ein markantes Gestaltungselement auf ihrem Markt, der als Aushängeschild der Stadt gilt. Das belegen auch viele Zuschriften unserer Leser. Nach dem Beschluss der Stadtvertretung, den Marktplatz nicht erst ab 2020, sondern bereits ab 2016 zu sanieren (SVZ berichtete), ist die Debatte um die Marktgestaltung voll entbrannt.

Auch bei der jüngsten Güstrower Kunstnacht stand das Thema im Mittelpunkt. Hoch her ging es im Atelier von Henning Spitzer im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus. Die Gespräche drehten sich um Spitzers Angebot, eine Tänzergruppe für den Marktplatz zu schaffen. Der Güstrower Künstler hatte dazu sein Modell ausgestellt und eine Fotomontage einer Brunnenversion seines Vorschlags angefertigt. „Das wäre die ideale Lösung für den Marktplatz“, zeigte sich der Güstrower Stadthistoriker Ulrich Schirow begeistert.

Es sei „Liebe auf den ersten Blick“ gewesen, so Schirow. „Ich kann mir keine ausdrucksstärkere, anmutigere, lebensfrohere und ästhetischere Brunnenvariante vorstellen. Zu der anmutigen Bewegung der drei lebensgroßen Tänzerinnen, verbunden mit dem Lebensspender Wasser, ist die ansprechende Architektur unseres Marktplatzes eine wunderbare Symbiose“, ist er überzeugt. Wasser auf dem Marktplatz sei in früheren Zeiten nicht nur lebensnotwendig für die damalige Bevölkerung, sondern auch Kommunikationstreff der Bewohner und seiner Besucher gewesen. Das wünscht sich Schirow wieder. Ein ästhetischer Zentralpunkt werte die Innenstadt zudem auf.

Viele favorisieren einen Brunnen. Der Güstrower Fotograf Uwe Seemann hatte in unserer Zeitung schon für die Wiederaufstellung des so genannten Kirsch-Brunnens plädiert, der schon einmal vor dem Rathaus stand. Seit mittlerweile 20 Jahren lagert der Brunnen im Bauhof der Stadt.

Einen weiteren Vorschlag zur Marktgestaltung unterbreitete Hanna Hanauska vom Güstrower Verein zur Förderung religiös motivierter Kunst. Zur Kunstnacht feierte der Verein die Wiedereröffnung seiner Galerie mit einer Ausstellung von Werken des ehemaligen Pfarrers Hans Naczenski. Hanauska zeigte auf die Plastik „Das Mädchen mit der Kugel“. „Würde sie nicht wunderbar auf den Marktplatz passen?“, fragte sie.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen