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Autowerkstatt : Wie ein Existenzgründer gefühlt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Andreas Plaschek leitet Güstrows älteste Kfz-Werkstatt „Plaschek und Plaschek“ jetzt alleine und macht den Betrieb fit für die Zukunft

von
erstellt am 20.Mai.2014 | 06:00 Uhr

„Plaschek und Plaschek“ – der Name ist Autofahrern in Güstrow ein Begriff, handelt es sich doch um die älteste, kontinuierlich bestehende freie Autowerkstatt in der Barlachstadt. Seit 1928 besteht der Familienbetrieb in der Schweriner Straße. Doch eigentlich dürfte die Werkstatt nur noch „Plaschek“ heißen, den mittlerweile führt Andreas Plaschek den Betrieb allein. Sein Bruder Michael schied vergangenes Jahr aus gesundheitlichen aus. Seitdem stellt Andreas Plaschek die Werkstatt neu auf. „An dem Namen halte ich aber aus Tradition fest“, unterstreicht der 46-Jährige, der in diesen Tagen sein 25-jähriges Meisterjubiläum feiert.

Die Umstellung, auf einmal allein für den Betrieb verantwortlich zu sein, hat Andreas Plaschek deutlich gespürt. „Ich habe mich wie ein Existenzgründer gefühlt“, gibt der Kfz-Meister zu. Kredite mussten umgeschrieben und die GbR abgewickelt werden. „Auch die Buchführung mache ich jetzt alleine.“ Lange hatte auch sein Vater Hans-Dieter Plaschek in der Werkstatt mitgearbeitet, acht Jahre leiteten die Brüder den Betrieb. Das ist jetzt alles vorbei und Andreas Plaschek ist dabei, den Familienbetrieb für die Zukunft fit zu machen. Das vordere Gebäude an der Schweriner Straße wurde abgerissen, so dass es jetzt einen freien Blick auf die Werkstatt gibt. Die wurde zudem saniert. Einen Angestellten hat er eingestellt. „Ich suche noch einen Gesellen damit wir zu dritt sind. Dann kann ich auch einen besseren Service anbieten“, sagt er.

Doch dafür brauche er noch mehr Aufträge. Viele Autofahrer hätten nicht das nötige Geld, um ihr Fahrzeug regelmäßig warten zu lassen, hat Andreas Plaschek festgestellt. Mit der Abwrackprämie habe es zudem einen „großen Knick“ gegeben. „Viele haben sich neue Autos gekauft. Das hat uns Probleme bereitet, weil die Aufträge spürbar zurückgegangen sind“, sagt er. Andreas Plaschek versucht deshalb, über Mundpropaganda wieder präsenter in Güstrow zu werden. „Ich brauche nicht zehn Angestellte, sondern drei oder vier reichen, um vernünftig arbeiten zu können. Ich will auch weiter selbst mit anfassen und nicht nur organisieren und den Chef raushängen lassen. Meine Philosophie ist es, im Leben glücklich zu sein und nicht Millionär zu werden“, sagt er.

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