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Güstrower Anzeiger

12. Dezember 2017 | 07:41 Uhr

Mela : Wichtig: Sich auf Mela zeigen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

… doch die Resonanz bei Landwirten der Region Güstrow ist gering / Agrofarm Lüssow e.G. „Ausbildungsbetrieb des Jahres“

Voll in der Vorbereitung auf ihren Auftritt bei der Landwirtschaftsausstellung Mela stehen die beteiligten Betriebe der Region. Vom 11. bis 14 September präsentieren sich auf dem MAZ-Gelände in Mühlengeez die Land- und die Fischwirtschaft, Forst und Jagd, Gartenbau und Ernährungsgüterwirtschaft des Nordens, aus Nachbarländern und darüber hinaus. Wie ein Blick in die Teilnehmerliste verrät, zeigen sich auch Unternehmen aus Lettland, Großbritannien, Polen… Auch rund drei Dutzend Firmen und Institutionen aus der Region Güstrow sind in Mühlengeez vertreten. Was auffällt: Landwirte aus Güstrow und Umgebung machen sich rar auf dem MAZ, sind in der 40-seitigen Liste nicht zu finden.

„Das passt überhaupt nicht“, kommentiert dies Wilfried Baldermann. Der pensionierte Seniorchef eines Landwirtschaftlichen Betriebes aus Dobbin-Linstow meint schon, dass die Region bei solch einer Messe quasi vor der Haustür sich zeigen müsste. „Denn wir haben ja gute Betriebe“, ist Baldermann überzeugt. Die drei eigenen Unternehmen, die sein Sohn Olaf seit sechs Jahren führt, sind entgegen der vergangenen Jahre ebenfalls nicht bei der Mela 2014 dabei. Das habe aber rein familiäre Gründe, betont Baldermann, der selbst noch vielfältig aushilft. Vielmehr meint der erfahrene Senior der Landwirtschaft, die Gründe für die generelle Abstinenz in äußeren Bedingungen zu erkennen. „Die Tierproduzenten wissen gar nicht, wie es überhaupt weitergehen soll. Ich fürchte, mit der Tierzucht wird es kritisch. Das liegt an einer ungerechten Förderpolitik der EU, die die Tierproduktion benachteiligt“, ist Wilfried Baldermann überzeugt. Und für die Ackerwirtschaft habe der Boden selbst auch gar keinen Wert mehr. Dass dennoch der Enkel in Bockhorst Landwirt lernt und auch schon regelmäßig in Stall, Acker und Büro zupackt, bezeichnet Baldermann als Glück für den familiären Betrieb mit elf Mitarbeitern.

Der berufliche Nachwuchs ist auch der Agrofarm e.G. offensichtlich wichtig. Zur Eröffnung der Mela am Donnerstag der nächsten Woche wird das Lüssower Unternehmen als „Ausbildungsbetrieb des Jahres“ durch den Bauernverband M-V ausgezeichnet, hat Vorstandsvorsitzender Lars-Peter Loeck schon vorab erfahren.

Am Jungzüchterwettbewerb, wie oft in der Vergangenheit, nimmt die Genossenschaft in diesem Jahr indes nicht teil. Stattdessen stellt sie in einer Kollektion für den Kreiswettbewerb des Rinderzuchtverbandes ihre Kuh Mergi vor. Diese Tochter von Mergim , in zweiter Laktation (Milchabgabe), zeichneten u.a. ein gutes Euter und Beine aus, sagt Marianne Naujox vom Vorstand. „Eine von Leistung und Anschauen herausragende Milchkuh.“ Anfang der nächsten Woche werde das Tier für den Wettbewerb fit gemacht. Ein zweites aus der Lüssower Farm , in erster Laktation, wird eventuell in der Dauerausstellung auf der Mela zu sehen sein. Vorstand Loeck: „Es ist uns wichtig, dabei zu sein.“

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