Wohnungsmarkt Güstrow : WGG investiert in großen Bestand

Im Mai soll die Außensanierung inklusive neuem Farbkonzept an zwei Wohnblöcken im WGG-Quartier in der Elisabethstraße beginnen. Stephanie May, Jürgen Schmidt und Angela Matz (v.l.) von der WGG präsentieren die Pläne.
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Im Mai soll die Außensanierung inklusive neuem Farbkonzept an zwei Wohnblöcken im WGG-Quartier in der Elisabethstraße beginnen. Stephanie May, Jürgen Schmidt und Angela Matz (v.l.) von der WGG präsentieren die Pläne.

Wohnungsgesellschaft Güstrow nimmt dieses Jahr 7,5 Millionen Euro in die Hand.

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09. Januar 2018, 12:00 Uhr

Knapp ein Drittel aller Güstrower wohnen bei der Wohnungsgesellschaft Güstrow (WGG). Als größtes Wohnungsunternehmen der Stadt verfügt die WGG immerhin über 4400 Wohnungen. Ein riesiger Bestand, der ständig modernisiert und saniert werden muss. „Die Pflege und Instandhaltung dieses Wohnungsbestandes liegt mir mehr am Herzen, als beispielsweise Neubauten“, sagt WGG-Geschäftsführer Jürgen Schmidt. Dennoch geht die WGG auch immer wieder Neubauprojekte an. Im vergangenen Jahr investierte das Unternehmen rund neun Millionen Euro in den Wohnungsmarkt der Stadt. In diesem Jahr stehen Investitionen in Höhe von 7,5 Millionen Euro im Plan.

Als exklusives Neubauvorhaben sticht dabei der Domplatz 18 hervor – mit zwei Millionen Euro gleichzeitig das teuerste Vorhaben der WGG. Im Mai 2017 ging es los, im Dezember soll laut Schmidt alles fertig sein. „Mit dem Richtfest rechne ich Ende Februar, im Dezember könnten die Mieter dann das neue Haus beziehen“, sagt er. Der Bauplatz sei sehr anspruchsvoll. Dankbar ist Schmidt der Domgemeinde, dass sie 300 Quadratmeter ihrer Fläche zur Lagerung von Materialien und Technik während der Bauphase an die WGG vermietet hat. „Das erleichtert uns den Bau“, so der WGG-Geschäftsführer.

Ein weiteres Neubauvorhaben ist die Lückenbebauung in der Mühlenstraße 54 in der Güstrower Innenstadt. „Hier werden wir dieses Jahr die Bauvorbereitung machen und die Bodendenkmalpflege wird sich alles ansehen. Anfang 2019 können wir dann mit dem Hochbau beginnen“, erläutert Schmidt. Es entsteht ein Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen.

Im Mai soll die Außensanierung inklusive neuem Farbkonzept an zwei Wohnblöcken im WGG-Quartier in der Elisabethstraße beginnen. Hier werden auch Balkone angebaut. Ebenfalls im Mai hofft Schmidt, mit der Erneuerung der Ver- und Entsorgungsleitungen im Wohnblock Bärstämmweg 29-34 beginnen zu können. Die 56 Wohnungen erhalten neue Bäder und komplett neue Leitungen. „Wir werden in diesem Quartier weiter investieren und die Arbeiten in den nächsten Jahren fortführen“, kündigt er an. In der Niklotstraße 49-52 auf dem Distelberg geht die WGG in diesem Jahr ebenfalls die Fassadensanierung an.


Jürgen Schmidt geht in Ruhestand

Unterdessen sucht die WGG einen neuen Geschäftsführer im „Rahmen einer altersbedingten Nachfolgeregelung“, wie es heißt. Der 63-jährige Jürgen Schmidt hat für kommendes Jahr seinen Rückzug aus dem Unternehmen angekündigt. Schmidt ist seit 1991 bei der WGG, seit 1995 ist er Geschäftsführer. Der oder die Neue bei der WGG soll ab dem 1. Januar 2019 anfangen. Nach einer Einarbeitung soll dann ab April 2019 für Schmidt Schluss sein.
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