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Güstrower Anzeiger

25. November 2017 | 03:16 Uhr

Baulücke : WGG an Domplatz 18 interessiert

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Nach Rückabwicklung des Kaufvertrages neuer Anlauf zur Bebauung der 2004 durch Brandstiftung geschlagenen Lücke

von
erstellt am 09.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Am Domplatz 18 in Güstrow sprießen auch in diesem Jahr wieder Gräser und Kräuter. Nichts Neues, könnte man meinen und doch steht das Grün wieder einmal für Hoffnung. Ein Mitte 2008 geschlossener Kaufvertrag ist rückabgewickelt. Das Grundstück am Dom ist wieder im Eigentum der Stadt. Die könnte sich vorstellen, dass die Wohnungsgesellschaft Güstrow (WGG) die Lücke neu bebaut. WGG-Geschäftsführer Jürgen Schmidt signalisiert zumindest Interesse am Domplatz 18.

„Wir sind mit der Stadt im Gespräch, aber das sind noch nicht mehr als erste vorsichtige Kontakte“, betont Schmidt. Wenn die Konditionen stimmen, wolle man das Grundstück kaufen und bebauen. Schmidt möchte davon ausgehen, dass eine solche Entscheidung zum Ende des Jahres fallen könnte. Zunächst habe ohnehin das Neubauprojekt in der Gleviner Straße (SVZ berichtete) Vorrang. Danach könnte man sich dem Domplatz 18 widmen. Dazu, so räumt der WGG-Geschäftsführer ein, wolle man sich die Entwürfe aus einem Architektenwettbewerb aus dem Jahr 2006 anschauen und gegebenenfalls durchaus „auf ein Projekt ganz oder teilweise zurückgreifen“, formuliert Schmidt.

Andreas Brunotte bestätigt nicht nur die Gespräche mit der WGG, sondern würde es ausdrücklich begrüßen, wenn die 100-prozentige Tochter der Stadt den Domplatz 18 bebauen würde. Die WGG habe in der Vergangenheit bewiesen, dass sie sowohl im Bereich Sanierung als auch bei Neubauten Großes leisten könne. Brunotte nennt die Lange Straße als Beispiel. „Die WGG ist finanziell dazu in der Lage und müsste nicht allein kaufmännische Gesichtspunkte in den Vordergrund stellen“, betont der stellvertretende Bürgermeister. Eines sei in den vergangenen Jahren mit mehreren potenziellen Investoren klar geworden, eine Bebauung mit architektonischem Anspruch würde sich nicht unbedingt rechnen. Der Stadt sei weiterhin daran gelegen, dass die im August 2004 durch Brandstiftung geschlagene Lücke nicht mit einem 0815-Neubau gefüllt wird. Ein Neubau an dieser herausragenden Stelle müsse sich architektonisch in das Ensemble am Domplatz einfügen. Deshalb hatte die Stadt dereinst einen Architektenwettbewerb gestartet. Auch wenn die Vorschläge des Wettbewerbssiegers und des Zweitplatzierten nicht verwirklicht werden konnten, hielte es Brunotte auch heute noch für „sinnvoll auf einen Wettbewerbsvorschlag zurückzugreifen und diesen zu aktualisieren“. In erster Linie gehe es der Stadt jetzt aber darum eine erneute Privatisierung so gut vorzubereiten, dass sie „nicht wieder schief geht“. Dabei sieht Brunotte nicht die Stadt schuldig am bisherigen Scheitern. „Die Entwicklungen und Umstände“ hätten dazu geführt.

 

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