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Güstrower Anzeiger

20. November 2017 | 10:58 Uhr

"Werden um gutes Image kämpfen"

vom

svz.de von
erstellt am 21.Feb.2013 | 09:44 Uhr

Laage | Die SGS Geniesser Service GmbH in Laage-Kronskamp, das erste in den bundesweiten Pferdefleischskandal verwickelte Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern (SVZ berichtete), geht in die Offensive und verspricht eine "lückenlose Aufklärung". "Wir werden um unser gutes Image kämpfen", sagte Pressesprecher Sven Hamann auf SVZ-Nachfrage. Der Hersteller von Fertiggerichten fühlt sich von seinem Fleischlieferanten "grob getäuscht". Am Montag war bekannt geworden, dass in zwei Produkten des Laager Unternehmens Bestandteile von Pferdefleisch entdeckt wurden. Die als Rindfleisch deklarierte Rohware stammte vom Hackfleisch-Hersteller Vossko, der die SGS Geniesser Service belieferte. "Die gesamte betroffene Rohware der Firma Vossko wurde bei uns gesperrt und wird vernichtet", sagt Hamann. Auch die aus dieser fehlerhaften Rohware produzierten Gerichte seien sofort beim Händler gesperrt worden und würden vernichtet.

Für die SGS sei dies der erste Rückruf der Firmengeschichte. "Alle Mitarbeiter sind tief betroffen, zumal wir von unserem Vorlieferanten falsch deklarierte Ware bezogen haben und schriftlich deren Unbedenklichkeit bestätigt wurde", so der Unternehmenssprecher. "Unser Ruf ist durch diese Täuschung stark beschädigt worden." Deshalb werde SGS alles tun, um zur Aufklärung des Vorfalls beizutragen. Konkret sei der Vorlieferant Vossko für die Belieferung mit Rindfleisch gesperrt worden, so Hamann weiter. Alle Lieferanten für Rindfleisch seien zudem durch ein unabhängiges Institut auf DNA-Spuren von Pferdefleisch untersucht worden. Doch außer bei der Ware von Vossko habe es bisher keine Beanstandungen gegeben. "Zur weiteren Sicherheit werden wir alle Rindfleischrohwaren vor der Weiterverarbeitung auf DNA-Spuren von Pferdefleisch untersuchen und erst bei Unbedenklichkeit weiterverarbeiten", sagt Sven Hamann. Vossko selbst kündigte unterdessen an, "sämtliche Bestände der von uns hergestellten Rindfleischprodukte vorsorglich zu sperren".

Die SGS in Laage-Kronskamp vertreibt auch Fertiggerichte der Marke "Schuhbecks". Der Spitzenkoch Alfons Schuhbeck besitzt nach Angaben des Unternehmenssprechers aber keine Anteile an der Laager Firma. Er betonte zugleich: "Sämtliche Artikel unter der Marke ,Schuhbeck’ wurden von uns analysiert und sind ohne jede Beanstandung."

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