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Güstrower Anzeiger

23. November 2017 | 18:01 Uhr

Luftwaffe : Werdegang eines Eurofighter-Piloten

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Einen Eurofighter zu fliegen, bleibt selbst für viele Angehörige der Luftwaffe Wunsch. Im Jahre 2005 hat der Stützpunkt Laage mit der Pilotenausbildung begonnen. Bis heute konnten 200 Piloten auf dem Eurofighter ausgebildet werden. „Hier wird bereits die Fachhochschulreife, die Offizierslaufbahn und die körperliche Fitness zum Pflichtprogramm“, sagte Simon Kunz. Der 29-jährige Pilot in der Ausbildung durchlief zuerst ein zweieinhalbwöchiges Auswahlverfahren, bei dem physische und psychische Belastbarkeit getestet wurden. Nach erfolgreichem Abschluss erfolgte die fliegerische Grundausbildung auf der Sheppard Air Force Base in Texas. Insbesondere die Theorie in englischer Sprache war für den Karlsruher Neuling ein harter Stoff.

Nach 18 Monaten entscheidet sich nach körperlicher Verfassung und Leistung auf welchem Flugzeugtyp die weitere Ausbildung des Absolventen erfolgen soll. Kunz hat es geschafft, auf seinem Wunschflugzeug Eurofighter eingesetzt zu werden. Die Weiterschulung für das Waffensystem erfordert weitere siebeneinhalb Monate mit 90 Flug- und Simulatormissionen und sechs Wochen Theorie. Diese Phase hat er fast abgeschlossen.

Was reizt ihn an seinem zukünftigen Beruf besonders? „Ich bin ständig und erfolglos auf der Suche nach etwas Vergleichbarem, doch bevor ich Achterbahn fahre, gehe ich doch lieber arbeiten,“ ist sein Argument. In der abschließenden taktischen Phase der Ausbildung trainiert Kunz mit derzeit zwölf weiteren Absolventen den Formationsflug, Luftkampfmanöver, den Tiefflug und den Einsatz in größeren Formationen. Die Bedienung der einzelnen Flugzeugsysteme ist ein weiterer Bestandteil der Ausbildung. Ein Eurofighter-Piloten-Fitnessprogramm unter Anleitung eines Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlers ist Pflicht und wird regelmäßig kontrolliert.

Simon Kunz hofft, nach drei Jahren die Ausbildung abzuschließen. Dann wären im Verlauf seiner Karriere noch Weiterbildungsmöglichkeiten zum Rottenführer (zwei bis drei Jets), Schwarmführer (ab vier Jets) oder als Fluglehrer möglich.


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