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Mecklenburger Parkland : Werbung für Region im „Nichts“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Neues Hinweisschild an der Autobahn soll Touristen locken / Der Reiz: alte Gutsdörfer, letzte Kopfsteinpflasterstraßen und viel Natur

von
erstellt am 20.Okt.2014 | 06:00 Uhr

„Eine Region, die sich selbst erfunden hat, gibt es nun wirklich“, sagt Maibritt Olsen. An der A 19 Richtung Süden kurz vor der Abfahrt Glasewitz macht ein touristisches Hinweisschild auf das Mecklenburger Parkland aufmerksam. Gemeint ist die Region im Dreieck zwischen den Städten Teterow, Gnoien und Tessin, eine Region mit vielen Gutshäusern, alten Dörfern, letzten Kopfsteinstraßen und einer sanften Landschaft, die zwischen der Ostseeküste und der Seenplatte ihre Platz sucht, erklärt die Netzwerkmanagerin Mecklenburger Parkland.

Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe wird heute gemeinsam mit Heinrich Graf von Bassewitz, Vorsitzender des Vereins Mecklenburger Agrarkultur, sowie Maibritt Olsen symbolisch das neue Autobahnschild auf Gut Dallwitz enthüllen. Das Schild soll Gäste auf das Mecklenburger Parkland aufmerksam machen. Ein zweites Schild wird an der A 20 Richtung Stralsund an der Abfahrt Tessin hinzukommen, kündigt Maibritt Olsen an. Nicht einfach sei es gewesen, die Aufstellung der Schilder genehmigt zu bekommen. Wirtschaftsministerium, Tourismusverband und Straßenbauamt hätten ein Wörtchen mitgeredet. Letztlich wurde dem Mecklenburger Parkland aber bescheinigt, „ein touristisch besonders bedeutsames Ziel“ darzustellen, womit die „Voraussetzung für eine touristische Unterrichtung“ gegeben sei. Das Parkland stellt sich damit auf eine Stufe mit touristischen Höhepunkten wie Schloss Güstrow, Natur- und Umweltpark, Bützower Stiftskirche und Kloster Rühn. Und das u.a. auch mit einem ehrlichen Werbeslogan „Bei uns gibt’s nichts … außer schön“.

Unter „Nichts“ versteht man im Mecklenburger Parkland eine über die Jahrhunderte gewachsene, heute durch Landwirtschaft und Gutsdörfer geprägte Kulturlandschaft. Zwischen A und Z finden sich hier u.a. die Alte Ausspanne in Walkendorf, Dorfkirchen, Froschkonzert, Gutshäuser und -parks in Dalwitz, Vogelsang, Rensow, Wesselsdorf und Wardow, Hühnengräber, Jagdfieber, Kranichbalz, Nebleschwaden, offene Gärten, Parkland-Jazz, Reiter, Zaunkönig und Ziegenkäse. „Das Angebot umfasst 35 Betriebe mit 1100 Betten und eine touristische Basisinfrastruktur mit Rad-, Wander- Reit- und Wasserwegen“, informiert Maibritt Olsen. Gäste, die ins Mecklenburger Parkland kommen, seien in erster Linie Individualreisende, die den ländlichen Raum aktiv erleben wollen oder einfach nur Ruhe und Erholung suchen, erklärt die Netzwerkmanagerin. „Manche Gäste berichten, dass sie sich in eine andere Zeit zurückversetzt fühlen“, erzählt Maibritt Olsen.

Begonnen habe alles vor acht Jahren mit der Gründung des Vereins Mecklenburger Agrarkultur. Damals sei es eher eine lose Interessengemeinschaft von Gutshäusern und acht Gemeinden gewesen, berichtet Maibritt Olsen. Der Verein sei ein Landschaftspflegeverband, die Ursprünglichkeit der Landschaft zu erhalten und zu gestalten. Der Verein unterstützt seine Netzwerkpartner, hilft beim Einwerben von Fördergeldern z.B. für die Wiederherstellung der Gutsparks, die Restaurierung denkmalgeschützter Gebäude und bei Vorhaben zur Gestaltung der Landschaft. Außerdem macht die Netzwerkmanagerin darauf aufmerksam, dass dasMecklenburger Parkland eines der Netzwerke des Land-Art-Projektes ist. Das Projekt habe das Ziel, ländliche Regionen im Bereich Tourismus zu stärken und bei der Ausbildung nachhaltiger touristischer Strukturen zu unterstützen.

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