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KUnst offen : Wenn gute Laune auf Kunst trifft…

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

…ist Pfingsten / Die Aktion „Kunst offen“ lockte wieder viele Menschen in Werkstätten und besondere Ausstellungsräume

„Man kann sich viele Anregungen holen, einfach nur schauen und genießen, plaudern und findet hier und dort auch noch etwas, was man mitnehmen möchte“, sagt Gudrun Rother aus Mühl Rosin. Sie hatte sich am Sonntag kurzerhand ihre Nachbarin Ilka Heinrichs geschnappt und fuhr mit ihr über Land. Ihr Ziel: Kunst offen. Die beiden Frauen waren bereits in Groß Breesen und Bellin gewesen und hatten dort bei den Keramikern Susanne und Jörg Mücket sowie Mirko Fischer und Doreen Scheibe Station gemacht. Auch bei Cornelia Alexandra Drägert in Breesen schauten sie ein. Textiles Kunsthandwerk und Patchwork-Arbeiten sind das Metier der Breesenerin. Gern beantwortete sie die viele Fragen ihrer Besucher und lud sie zu Kaffee und Kuchen im lichten Schatten unter den großen Kirschbäumen ein.


Schauen, plaudern und entspannen


Eine ebenso entspannte Atmosphäre genossen auch die Besucher der Kapelle in Diekhof-Hof. Neben den Arbeiten von Amina Appelt, Inge Illge und Sabine Lenz waren es hier auch Lehm-Spezialisten, die zum Mitmachen einluden. Außerdem hat die Kapelle – in den vergangenen Jahren von Peter Stammler wieder auf Vordermann gebracht – eine nicht zu unterschätzende Anziehungskraft. „Sie gehörte bis vor einigen Jahren zur Kirchgemeinde Laage“, betont Frank Claus vom Kirchengemeinderat. Deshalb sei er neugierig gewesen, wie sich das nun in privater Hand befindliche Gotteshaus präsentiert. „Kunst offen ist eine tolle Sache, die wir immer nutzen“, fügt der Laager hinzu. Auch Amina Appelt ist immer wieder aufs Neue fasziniert von dem Gebäude. Vorsichtig und einfühlsam fügen die Frauen deshalb ihre Werke ein, um die Ausstrahlung des Raumes keinesfalls zu stören. „Es sind viele Leute unterwegs. Das freut uns“, sagte Amina Appelt und sah zufrieden, wie sich der Raum am Sonntagnachmittag für die Hausmusik mit Lothar Reißenweber und Hellrun Damm füllte.

Über „viele nette Leute“, freuten sich auch Ulrike und Sven Beseler in ihrer Töpferwerkstatt in Hinzenhagen. Die Stammkundschaft, so berichtet Ulrike Beseler, bekomme stets eine persönliche Einladung, aber es würden auch immer wieder neue Gesichte an diesem Pfingstwochenende auftauchen. „Es läuft richtig gut“, schätzte sie am Sonntagabend ein, als sich der Verkaufsraum langsam leerte. Corinna Kahl aus Kirch Rosin gehörte zu den letzten Besuchern. Auch sie hatte schon eine Tour hinter sich. Schauen und sich an dem erfreuen, was die Künstler zu bieten haben, das macht für sie „Kunst offen“ aus. Ganz nebenbei lerne man auch kleine etwas versteckte Orte kennen, die man sonst nicht aufsuchen würde.


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erstellt am 09.Jun.2014 | 22:00 Uhr

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