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"Oase" Güstrow : Wenn ein Spaßbad erwachsen wird...

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Die "Oase" soll für die Zukunft fit gemacht werden. Dazu liegt jetzt ein Basiskonzept - auf der Grundlage einer Markt analyse entwickelt - für einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren vor. Gestern wurde es vorgestellt.

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erstellt am 08.Dez.2011 | 06:23 Uhr

Güstrow | Die "Oase" soll für die Zukunft fit gemacht werden. Dazu liegt jetzt ein Basiskonzept - auf der Grundlage einer Markt analyse entwickelt - für einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren vor. Gestern wurde es vorgestellt. Ziel ist es sich auf neue gesellschaftliche Entwicklungen und Kundeninteressen einzustellen. "Wir wollen das Angebot für unser treues Gästeklientel erhalten und qualitativ verbessern, aber auch neue Produkte für neue Zielgruppen entwickeln", formuliert "Oase"-Betriebsleiter Frank Schlatz. Die Entwicklung gehe dabei zu einem "Freizeit- und Erholungsbad", bei dem der Fokus auf Wellness-, Gesundheits- und Sommerangeboten liege.

Noch mehr genutzt werden soll die naturnahe Lage der Oase. "Zu unseren bisherigen Säulen Wasser-, Sauna- und Sportwelt werden wir als vierte eine Naturwelt entwickeln", berichtet Marketing-Verantwortliche Juliane Fuchs. Dazu gehöre die Einbeziehung des großen Außenbereichs für verschiedene Aktivitäten. Gespräche zu gemeinsamen Projekten mit dem Natur- und Umweltpark laufen bereits. Mit den Sommerangeboten will die "Oase" dazu beitragen, die Barlachstadt als Ziel für Kurzurlauber zu profilieren.

Einher mit der inhaltlichen Entwicklung soll die Sanierung des Bades gehen. Als nächstes stehe die Saunalandschaft mit der Ablösung des verschlissenen Palisadenzauns auf der Liste, erläutert Volker Roese, der technische Leiter. Die Arbeiten sollen erledigt werden, ohne dass das Bad komplett schließen muss.

Zur Neuausrichtung gehöre auch, dass man sich von Entwicklungen verabschiedet. Beispielsweise passe der Begriff "Spaßbad" nicht mehr zum Charakter der "Oase". So wird auch die Wasserrutsche, deren Ende nach elf Betriebsjahren abzusehen ist, nicht erneuert. "Eine Rutsche würde 600 000 Euro kosten. Und damit hätte man ja noch kein Spaßbad", sagt Edgar Föniger. Der Geschäftsführer sieht mit dem Basiskonzept eine gute Chance, die "Oase" für die Zukunft fit zu machen. "Unsere Mitarbeiter sind hoch motiviert und mit vielen Ideen dabei", sagt er.

Nächste Schritte: Konzept diskutieren und Kosten ermitteln

Das Basispapier der "Oase" lag den Stadtvertretern zur ihrer Sitzung ab Mittwochabend bereits vor. Obwohl kein Beschluss zu fassen war, entwickelte sich eine muntere Diskussion um den Werdegang. Jens-Hagen Schwadt, Stadtvertreter und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stadtwerke, brachte die irgendwann zu treffende Entscheidung auf einen kurzen Nenner: "Oase" nur erhalten oder weiterentwickeln. Er plädiert für eine neue konzeptionelle Ausrichtung und erhielt dafür Unterstützung u.a. aus den Fraktionen der SPD und der FDP. Hartmut Reimann hält den aufgezeigten Weg für den richtigen. Man müsse erstens sanieren und zweitens in die Zukunft investieren. "Es ist die einzige Chance in Zukunft einer Kostendeckung näher zu kommen", betonte der Vorsitzende der SPD-Fraktion. Ein Zuschussgeschäft, darin war man sich weitgehend einig, werde das Bad immer bleiben.

Schwadt benannte die nächsten Schritte: Aus einer breiten Diskussion des Konzeptes müsse ein Strategie entwickelt und daraus ein Feinkonzept erarbeitet werden. Wenn dann auch die finanziellen Konsequenzen benannt werden können, sei die Stadtvertretung gefragt. Föniger nannte vor der Stadtvertretung eine denkbar Summe von rund drei Millionen Euro, die für eine Neuausrichtung der "Oase" in den nächsten Jahren aufgewendet werden müsste.

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