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Krakower Kleiderkammer : Weniger Platz, aber mehr Licht

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kirchliche Kleiderkammer in Krakow am See öffnet an neuem Standort.

von
erstellt am 02.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Die Kleiderkammer der evangelischen Kirchgemeinde Krakow am See hat eine neue Bleibe gefunden. Gestern eröffnete Waltraud Reinholdt die neuen Räume im Pförtnerhaus der ehemaligen Mechanischen Werkstatt am Bahnhofsplatz. Hier im Nebengelass der „Villa Martha“, wo zwischenzeitlich auch mal ein Versicherungsunternehmen ansässig war, standen Räume leer, die der Inhaber des Pflegedienstes in der „Villa Martha“ zur Verfügung stellt.

„Der Seniorenbeirat mit Herrn Poleratzki hat sich ganz stark dafür engagiert, dass wir diese Räume mieten können“, berichtet Waltraud Reinholdt, die seit Jahren den Hut auf hat in der Kleiderkammer der Kirchgemeinde. Acht Jahre lang war die gemeinnützige Einrichtung am Markt untergebracht, jetzt musste man dort ausziehen, weil Inhaber Jochen Hornung das Haus verkauft. Lange war vakant, wo die Kleiderkammer unterkommen könnte. Jetzt habe die Suche doch noch Früchte getragen, denn das neue Domizil habe noch einige Vorteile, erzählt Waltraud Reinholdt. Da die Räume nicht mehr so hoch sind, sei es etwas wärmer, auch gebe es Licht. Allerdings gehe es deutlich beengter zu als in der Vergangenheit, deswegen müsse man auf die Möbelangebote künftig verzichten.

„Wir sind gut gefüllt, aber Spenden sind weiter sehr willkommen. Außer Möbel nehmen wir immer noch alles, was man in einem Haushalt so benötigt – Kleidung, Wäsche, Geschirr, Bücher…“ Den Umzug vom Markt zum Bahnhofsplatz hätten die zehn Mitstreiter der Kleiderkammer, alles ehrenamtliche Rentner, mit ihren Familienangehörigen, und die Kirchgemeinde bewältigt. Ab sofort ist wieder montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Etwa 30 bis 40 Menschen kämen im Durchschnitt jede Woche in die Einrichtung. Der Verkauf der gespendeten, gut erhaltenen Gebrauchtwaren hilft in mehrfacher Hinsicht. Zum einen sind darüber Menschen froh, die wenig haben. Zum anderen kommt das Geld, das hier eingenommen wird, der Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde zugute.

„Wir sind für alle da, selbst Urlauber kommen zu uns“, betont Waltraud Reinholdt. Schon lange Stammkundin ist Regina Wolf. Sie war auch eine der ersten, die die Einrichtung am neuen Standort besuchte. „Wer hier nichts findet, der findet nirgendwo etwas“, sagt die Groß Bäbelinerin überzeugt.

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