Lärmschutzkonferenz Laage : Weniger Klagen um viel Lärm

Ein Eurofighter beim Start: Das Militär ist für etwa 80 Prozent des Laager Fluglärms verantwortlich.
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Ein Eurofighter beim Start: Das Militär ist für etwa 80 Prozent des Laager Fluglärms verantwortlich.

Lärmschutzkonferenz für den Flugbetrieb in Laage bestätigt anhaltenden Trend

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30. November 2017, 21:00 Uhr

Ein „eher ruhiges Jahr konstatieren“ wollte Angelika Exler. Sie habe recht wenige Klagen über Fluglärm aus ihrer Gemeinde vernommen, berichtete die Bürgermeisterin von Hohen Sprenz am Donnerstag auf der Jahreskonferenz der Lärmschutzkommission auf dem Fliegerhorst Laage. Und tatsächlich gibt auch die Statistik ihrem Gefühl Recht.

Sascha Greuel von der Flugbetriebs- und Informationszentrale der Bundesluftwaffe bestätigt einen weiter anhaltenden Abwärtstrend für Beschwerden über militärischen Fluglärm aus dem Raum rund um den Flugplatz Laage. Wenngleich noch drei Flugwochen in diesem Jahr ausstehen, so zeichneten sich bereits weniger Klagen aus der Bevölkerung ab. Der Major beschreibt dabei einen Radius von 15 Meilen rund um die Startbahn, aus dem sich die allermeisten beklagten Militärjets dem Laager Fliegerhorst zuordnen ließen. Hier seien 2017 auch sechs Beschwerden über Tiefflüge und zwei wegen des Überschallknalls registriert. Rote Punkte für Beschwerden sind besonders auf der sogenannten Kontrollzone verzeichnet, die sich 11 Kilometer von Nord nach Süd und 37 Kilometer in West-Ost-Richtung unter 700 Meter Höhe zieht. Diese brauchten die Luftfahrzeuge für sichere Start- und Landemanöver.

Seiner Verantwortung für sachgerechten, möglichst umweltschonenden Umgang mit seinem Kampfflugzeug könne sich niemand entziehen, betont Kommodore Gero von Fritschen. Jeder Pilot, der in Deutschland aufsteige, sei sich über eine lückenlose Kontrolle durch militärisches und ziviles Radar bewusst. Werde ein Verstoß festgestellt, so ziehe das disziplinarische, bei schweren Verstößen auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich. „Wir sind aber auf einem guten Weg“, glaubt da Oberstleutnant Frank Schnauber. Zugleich räumte der amtierende Kommandeur der Fliegenden Gruppe auf dem Fliegerhorst Laage ein: Der zivile Flughafen Rostock-Laage habe zwar einen Anteil von 54 Prozent der Flugbewegungen, das Militär jedoch verursache etwa 80 Prozent des Lärms im Luftraum rund um Laage.

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