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Güstrower Anzeiger

20. Oktober 2017 | 14:49 Uhr

Unfallgeschehen : Weniger Crashs auf Straßen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Verkehrsunfallgeschehen: Polizeiinspektion Güstrow zieht für das vergangene Jahr positive Bilanz

Weniger Unfälle, weniger Tote und Verletzte, weniger unfallbedingte Sachschäden – die Polizeiinspektion Güstrow zieht für das Verkehrsunfallgeschehen des vergangenen Jahres im Landkreis eine positive Bilanz.

So ging die Anzahl der Verkehrsunfälle im Vergleich zu 2012 um 2 Prozent auf nunmehr 6914 zurück. Gleiches gilt für die Unfallfolgen. Acht Tote sind zwei weniger als im Vorjahr, die Zahl der Verletzten insgesamt verringerte sich von 921 auf 904. Allerdings stieg die Zahl der Schwerverletzten um kräftige 12 Prozent auf 196.

Auch im Jahr 2013 sind die Hauptunfallursachen Nichtbeachten der Vorfahrts- und Geschwindigkeitsregeln sowie das Fahren unter Alkoholeinwirkung gewesen. Hier setzten Verkehrsüberwachung und -erziehung an. Immerhin sinkt die durch überhöhte Geschwindigkeit verursachte Unfallzahl weiter kontinuierlich, auf nur noch 146. Vor fünf Jahren waren das im Gebiet des heutigen Landkreises Rostock noch rund 100 mehr. Ähnlich sieht es bei Unfällen wegen Alkoholeinflusses von Fahrzeugführern aus (75), die seit fünf Jahren regelmäßig weniger werden. Die häufigste Unfallursache, das Nichtbeachten der Vorfahrt, verharrt dagegen etwa konstant: 151 im vergangenen Jahr. So gar nicht in dieses allgemeine Schema hineinpassen will die Unfallursache „falsches Überholen“. Hier gibt es mit plus 17 auf 50 Crashs einen deutlich gestiegenen Spitzenwert seit mehr als fünf Jahren.

Zu beobachten ist die demografische Entwicklung auch im Unfallgeschehen auf den Straßen. So ist für die Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen seit 2009 ein kontinuierlicher Rückgang als Unfallverursacher zu verzeichnen – auf 897. Dagegen steigt das schuldhafte Verursachen von Unfällen in der Altersgruppe 75 bis 90 Jahre deutlich an, auf insgesamt 311 im Landkreis im vergangenen Jahr. Für die Polizei auch ein Indiz einer höheren Mobilität im Alter.

Bei Kontrollen stellten Polizeibeamte im Landkreis Rostock vergangenes Jahr mehr als 51 000 Verstöße gegen „verkehrsrechtliche Bestimmungen“ fest, eine Steigerung von 3,5 Prozent gegenüber 2012. Den Löwenanteil darunter nehmen 29 758 registrierte Geschwindigkeitsverstöße ein. 6231 Fahrzeuginsassen wurden nicht angeschnallt angetroffen. 1442 Bußgelder wurden wegen Handy-Nutzung während der Fahrt verhängt. Unter Alkohol fahrend wurden 513 Frauen und Männer erwischt, weitere 104 unter Einwirkung von Betäubungsmitteln. In solchen Fällen wurden Ordnungswidrigkeits- bzw. Strafverfahren eingeleitet.

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