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Güstrower Anzeiger

24. November 2017 | 03:18 Uhr

Güstrow : Weltweit und in der Region engagiert

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Rotary Club Güstrow feiert 2018 sein 25-jähriges Bestehen.

Als sich 1993 der Rotary Club Güstrow gründete, hatte die Rotarier-Bewegung bereits eine fast 90-jährige Geschichte hinter sich. 1905 konstituierte sich der weltweit erste Rotary Club in Chicago, 22 Jahre später in Hamburg der erste Deutschlands. Weltweit zählt Rotary 1,23 Millionen Mitglieder, die in knapp 35  000 Clubs organisiert sind. In Deutschland wirken zirka 53  000 Mitglieder in über 1000 Clubs.

Die Ziele, die Rotary weltweit und im unmittelbaren Wirkungsfeld der Clubs verfolgt, unterscheiden sich nicht wesentlich von denen anderer, auf die Förderung des Gemeinwohls orientierter Vereine. Unterschiede bestehen aber in der Organisationsstruktur. So können Interessenten nicht einfach per Aufnahmeantrag Clubmitglieder werden. „Es ist so, dass unsere Mitglieder Menschen ansprechen und sie für eine Mitarbeit im Club gewinnen wollen. Das Einverständnis des Gefragten vorausgesetzt, entscheidet der Vorstand“, erklärt Olav Paarmann, der seit dem 1. Juli dieses Jahres als Präsident des Güstrower Rotary Clubs agiert. Auch das ist eine weitere Besonderheit: Der Vorsitzende übt sein Amt genau ein Jahr aus. Der Vorgänger und der schon feststehende Nachfolger des amtierenden Präsidenten arbeiten im Vorstand mit.

Weltweit engagiert sich Rotary international für Gesundheits- und Umweltprojekte. Gemeinsam mit der Bill-Gates-Stiftung hat sich Rotary weltweit einen Namen im Kampf gegen Kinderlähmung gemacht. Aber Rotarier engagieren sich auch vor Ort für wohltätige Zwecke. So ist es schon eine gute Tradition geworden, dass die Güstrower Rotarier am Ende des traditionellen Osterlaufs zur inzwischen legendären Nudelparty einladen. Die Einnahmen daraus und ein Teil des Startgeldes wurden in der Vergangenheit für ein Wasserversorgungs- und ein Kindergartenprojekt in der tansanischen Gemeinde Mtii zur Verfügung gestellt. Als Clubbeauftragter nahm Arnold Fuchs diese Aufgabe wahr. Ein anderes Vorhaben der Rotarier begann im Januar 2015, als der von Dieter Heidenreich organisierte „Winterzauber“ erstmals am Inselsee stattfand. Die Idee bestand darin, in den ereignisarmen Wintermonaten einen kulturellen Höhepunkt in der Barlachstadt anzubieten. Als Partner konnte Heidenreich die Ernst-Barlach-Stiftung und die Kreismusikschule Güstrow gewinnen. Der Rotary Club stellte die Einnahmen aus den Eitrittsgeldern und einem von den Mitgliedern organisierten Verkauf von Kaffee, Kuchen, Bratwurst und Glühwein den beiden Einrichtungen zur Verfügung. Und ein drittes Beispiel: Fester Bestandteil der Güstrower Kunstnacht ist seit Jahren der Imbissstand auf dem Franz-Parr-Platz, an dem sich die Besucher für den langen Abend stärken können. „Wir haben gerade in unserer letzten Vorstandssitzung beschlossen, die Einnahmen aus der diesjährigen Aktion wieder dem Kinder-Jugend-Kunsthaus zur Verfügung zu stellen“, sagt Präsident Paarmann. Weitere Zuwendungen beschloss der Vorstand für den Ankauf einer Klarinette durch die Kreismusikschule für talentierte Schüler, die sich kein Instrument leisten können, sowie für das Musikprojekt „Chrischi und der Notencrasher“ der Lebenshilfe Güstrow für Menschen mit Handicap.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der Güstrower Rotarier ist die Organisation von Schüleraustauschen. Kürzlich hat Jens Vanselow als Jugenddienstbeauftragter im Club Angebote im John-Brinckman-Gymnasium vorgestellt. Wobei die Verhaltenserwartungen an die Schüler hoch sind. „Von Rotary-Austauschschülern wird ein besseres Verhalten erwartet als von anderen Gruppen“, heißt es beispielsweise in den Rotary-Regeln.

Kontakt untereinander halten die Rotarier in über das Jahr terminierten Zusammenkünften. „Dort besprechen wir unsere Vorhaben und schauen über den Tellerrand der Region hinaus“, sagt der Präsident.





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