zur Navigation springen
Güstrower Anzeiger

22. November 2017 | 23:28 Uhr

Nach Großbrand : Welle der Hilfsbereitschaft

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Nach Brandkatastrophe auf Güstrower Markt: Gemüsehändler nimmt Sachspenden für Familie an, die ihre Wohnung verlor

von
erstellt am 16.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Große Welle der Hilfsbereitschaft nach der Brandkatastrophe in Güstrow. Einige Anrufe erreichten gestern unsere Redaktion, wie man der achtköpfigen Familie, die bei dem Großbrand am Donnerstagmorgen auf dem Markt ihre Wohnung und damit ihr gesamtes Hab und Gut verlor (SVZ berichtete), helfen könne. Auch bei Karen Larisch, Leiterin des Güstrower Familienbündnisses, fragten viele hilfsbereite Güstrower nach. Sofort machte sich SVZ mit Karen Larisch auf den Weg zu Salih Akan, Verwandter der betroffenen Familie. Er hat in der Gleviner Straße einen Gemüseladen und wurde bei dem Großbrand zum Retter, brachte u.a. die Kinder durch den brennenden Flur nach draußen.

„Alle Gegenstände des täglichen Gebrauchs werden benötigt. Die Familie hat alles verloren“, sagt Salih Akan. Karen Larisch brachte gleich Plüschtiere für die Kinder mit. „Das ist gegen den ersten Schock“, sagt sie. Akan ist dankbar für die große Hilfsbereitschaft der Güstrower. „Wer Dinge spenden möchte, kann sie gern bei mir im Gemüseladen abgeben. Ich gebe sie dann gleich weiter an die Familie“, sagt er.

„Man kann es sich kaum vorstellen, wie es ist, wenn man gar nichts mehr hat“, sagt Beate Jensen und möchte gern helfen. Bettwäsche, Handtücher – alles werde gebraucht. Sie habe eine Vorstellung davon, was eine achtköpfige Familie benötigt. „Ich habe selbst vier Kinder“, berichtet die Güstrowerin und meint, dass sicher viele Güstrower wie sie denken und helfen möchten.


Brandursache weiter unklar


Unterdessen hat die Güstrower Kriminalpolizei noch keine Erkenntnisse zur Brandursache. „Der Brandursachenermittler ist noch bei der Arbeit. Das muss noch alles ausgewertet werden“, so gestern Polizeisprecherin Kristin Hartfil auf SVZ-Nachfrage. Sie rechne eventuell Montag mit einem Ergebnis. Bei dem Brand am Donnerstagmorgen waren das Gebäude Markt 29 mit der Marktdrogerie komplett und das angrenzende Haus Markt 30, in dem die achtköpfige Familie lebte, teilweise zerstört worden. Wie durch ein Wunder gab es keine Verletzten.

Das Gebäude Markt 30 ist nach dem Brand stark einsturzgefährdet. Die Familie kann deshalb nicht mehr zurück in ihre Wohnung, um ihr Hab und Gut zu retten. Die Zone um den Brandort ist weiträumig abgesperrt. Es kommt weiterhin auf noch unbestimmte Zeit zu Verkehrsbehinderungen, informiert die Stadt. So ist der Markt über die Hageböcker Straße nur in Richtung Hollstraße befahrbar. Vor dem Haus Markt 32 sind die Parkmöglichkeiten eingeschränkt. Der Poller am Markt bleibt über Nacht vorerst abgesenkt.

Die Domstraße ist in Richtung Burgstraße frei befahrbar. Ab Poller bis zur Vollsperrung vor der Kreuzung Grüner Winkel ist sie für Anlieger und Bewohner als Sackgasse befahrbar. Es gibt keine Wendemöglichkeit. Die Abfahrtmöglichkeit ist über die Burgstraße gesichert. Der Poller bleibt vorerst abgesenkt. Im gesperrten Bereich gibt es für Fußgänger keinen Durchgang.

Die Erreichbarkeit des Grünen Winkels für den nicht gesperrten Bereich ist über die Katzenstraße gegeben. Die Vollsperrung besteht auch für Fußgänger, so die Stadt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen