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Güstrow : Weitere Erfolge als „Aktive Stadt“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrow bilanziert Förderprogramm für 2,5 Hektar großes Gebiet in der Altstadt mit der Langen Straße, Baustraße, Am Berge und Mühlenstraße

Güstrow hat an die Erfolge im Förderprogramm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“, das seit 2009 läuft, im vergangenen Jahr angeknüpft. Das resümiert Bürgermeister Arne Schuldt. Als Beispiele nennt er das Vorhaben „Stadtmauer/Gestaltung Am Berge“ und den ersten Sanierungsabschnitt dieser Straße. „In Mecklenburg-Vorpommern werden nur sieben Städte so gefördert. Das sind die sechs kreisfreien Städte und Güstrow. Das kann als Anerkennung unserer Arbeit gewertet werden“, hob Schuldt nach dem Beschluss der Stadtvertretersitzung am 16. April 2009 hervor. Erfolgreich gestartet war das Programm mit der „grauen Maus“ Lange Straße und der Baustraße mit ihren verkehrsberuhigenden Effekten. „Die haben zu einer spürbaren Verbesserung der Wohnqualität geführt“, schätzte Schuldt auf der Dezember-Sitzung der Stadtvertretung ein. ·


Fünf Millionen Euro Fördergeld floss seit 2009


Von den 57 Gebäuden in diesem Fördergebiet waren zu Beginn über 60 Prozent – 35 Gebäude – sanierungsbedürftig und zum Teil vom Verfall bedroht. Von diesen Gebäuden befanden sich mehr als ein Drittel (13) in städtischem Besitz. Inzwischen konnten diese Gebäude privatisiert werden. Schuldt: „Mit Stand November 2013 sind ca. fünf Millionen Euro Fördermittel in das Gebiet geflossen, davon der größte Teil nach der Einstufung als Fördergebiet und weitere Finanzierungsmittel von ca. 1,2 Millionen Euro sind gesichert.“

In der Mühlenstraße verweist Schuldt auf die deutliche Aufwertung durch die Sanierung des Derz’schen Hauses mit Kemladen und Hofgebäude. Der Umgang mit den benachbarten Gebäuden 45 bis 47 sei noch nicht abschließend geklärt. Schuldt: „Sie stellen wegen ihres langen Leerstandes und schlechten Bauzustandes weiter einen städtebaulichen Missstand dar.“ Für die Mühlenstraße 46 gibt es allerdings Hoffnung. Möglicherweise werde sie in einer Zwangsversteigerung am 14. Januar von der Barlachstadt erworben, kündigt Schuldt an. Die Stadt beabsichtigt, wenn sie es ersteigert hat, es abzubrechen und mit einer Neubauverpflichtung zu privatisieren. Die Mühlenstraße ist auch die letzte Straße in dem Fördergebiet, die saniert werden muss. Dazu läuft die Planung. „Mit dem Bau wird voraussichtlich 2015 begonnen“, sagt der Bürgermeister.

„Am Berge wurde nach der vorbildlichen Sanierung der vom Verfall bedrohten Gebäude 10 bis 12 mit der Vorbereitung Am Berge 1/Mühlenstraße 23 und Am Berge 2 begonnen“, nennt Schuldt weitere positive Dinge.

Nach der umfassenden Sanierung der Langen Straße 1 bis 3 und 48 konnten 2013 mit der Sanierung der Langen Straße 5 und 50 und dem Neubau Lange Straße 4 weitere Maßnahmen in der Straße beendet werden. Mit der Sanierung Lange Straße 44/Hollstraße 17 wurde begonnen und für die Lange Straße 49 laufen Vorbereitungen. Schuldt: „Damit verbleiben nur noch zwei Objekte in der Straße, für die es keine Vorstellungen gibt.“ ·

In der Baustraße wurde 2013 lediglich ein Hofgebäude (14 a) saniert, so dass hier weiter Sanierungsbedarf für vier Objekte besteht. Schuldt: „Dabei wird es sich voraussichtlich um Teilmodernisierungen handeln. Die Gebäude sind zum Teil bewohnt.“

In der Hollstraße ist nach wie vor die Nummer 15, der Eiskeller, ein ungelöstes Problem, weil die Nutzungsmöglichkeiten vakant sind.

Für den in den im vergangenen Jahr noch geplanten Neubau an der Gleviner Mauer (Am Berge 13 A) sieht der beschlossene Rahmenplan nun eine Freiflächengestaltung vor. Von den 2012 in die Maßnahmeliste aufgenommenen Hof- und Freiflächengestaltungen wurden 2013 bereits die Außenanlagen der Langen Straße 1 bis 5 mit und die Stellplatzanlage in der Baustraße 15/16 ohne Städtebaufördermittel realisiert. „Damit verbleiben zwei kleinere Maßnahmen, von denen insbesondere die Neugestaltung der stadtbildwirksamen Freifläche Am Berge 13 a von Bedeutung ist“, betont der Bürgermeister weiter.

Bis zum Ende des Förderprogramms ergibt sich nach Angaben von Bürgermeister Schuldt noch ein Handlungsbedarf für die Folgejahre von ca. 2,8 Millionen Euro für 14 Objekte. Davon ist für acht Objekte eine Voll- und für sechs Objekte eine Teilmodernisierung vorgesehen.

 

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erstellt am 04.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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