zur Navigation springen

Bisher 150 Asylbewerber im Landkreis Rostock untergebracht : Weitere Asylbewerber möglich

vom

Im Landkreis Rostock sind derzeit 409 ausländische Flüchtlinge untergebracht. 153 Asylbewerber leben in Unterkünften in Bad Doberan, 50 in Güstrow.

svz.de von
erstellt am 24.Jul.2013 | 07:07 Uhr

Bützow/Schwaan/Laage | Im Landkreis Rostock sind zurzeit 409 ausländische Flüchtlinge untergebracht, davon 259 in Gemeinschaftsunterkünften. 153 Asylbewerber davon leben "An der Krim" und 56 im Stülower Weg in Bad Doberan sowie 50 im Waldweg in Güstrow. "Damit sind die Gemeinschaftsunterkünfte in Bad Doberan nahezu vollständig belegt, in Güstrow stehen noch 74 Plätze zur Verfügung", betont Rainer Boldt, 2. Stellvertreter des Landrats, in einem Schreiben an alle Städte und Gemeinden des Kreises.

Darüber hinaus seien 150 Flüchtlinge dezentral untergebracht; davon 50 in Bad Doberan, 71 in Güstrow, elf in Gnoien, neun in Neubukow, sechs in Tessin und drei in Kröpelin.

Nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz von Mecklenburg-Vorpommern sei der Landkreis Rostock "zur Aufnahme und Unterbringung ausländischer Flüchtlinge verpflichtet", so Boldt. Der Landkreis sei "besonders bemüht, weitere Gemeinschaftsunterkünfte (vorrangig in Güstrow, aber auch in anderen zentralen Orten) einzurichten", so Boldt weiter. Darüber hinaus aber werde der Landkreis auch weitere dezentrale Unterbringungen für die Asylbewerber organisieren. Dabei bittet Boldt alle Städte und Gemeinden um Unterstützung.

Der Landkreis gehe davon aus, dass im August alle Plätze in den Gemeinschaftsunterkünften belegt seien und "kurzfristig keine weiteren Kapazitäten geschaffen werden können", so Boldt.

Für diesen Fall kündigt der Landkreis ab August "die Zuweisung ausländischer Flüchtlinge in die kreisangehörigen zentralen Orte" und ihre Unterbringung in dezentralen Wohnungen an.

Die Zuweisung erfolge auf der Grundlage des Anteils der Einwohner der Städte und Gemeinden an der Gesamteinwohnerzahl aller zentralen Orte im Landkreis Rostock. Flüchtlinge, die bereits dezentral untergebracht sind, werden auf das Zuweisungskontingent der Städte und Gemeinden angerechnet. Für den Zeitraum August bis Dezember werden laut Information der Kreisverwaltung zusätzlich zu den 150 Personen, die bereits dezentral untergebracht sind, im Landkreis Rostock vor aussichtlich 200 Flüchtlinge durch die Städte und Gemeinden dezentral unterzubringen sein.

Das hieße z. B. für Güstrow bei einer Aufnahmequote von 25 Prozent, dass neben den bereits 71 dezentral untergebrachten Asylbewerbern bis Dezember möglicherweise weitere 15 Flüchtlinge dezentral unterzubringen sind.

In Bützow mit einer Aufnahmequote von 6,40 Prozent wäre eine Zuweisung von bis zu 20 Asylbewerbern möglich, in Laage (Quote 4,66 Prozent) könnten es bis zu 15 und in Schwaan (4,25 Prozent) bis zu 14 sein. Alle Städte und Gemeinden hatten bis Mitte Juli gegenüber dem Landkreis die zuständigen Ansprechpartner zu benennen. Nun ist es ihre Aufgabe, die dezentrale Unterbringung der möglicherweise zu erwartenden Asylbewerber zu organisieren.

"Es gab dazu bereits Gespräche mit den Wohnungsunternehmen", sagt Doris Zich, stellvertretende Bürgermeisterin von Bützow. Ob es aber überhaupt dazu kommt, dass Asylbewerber nach Bützow kommen und die Wohnungen wirklich gebraucht würden, wisse man ja noch gar nicht, meint sie. Es sei ja nur eine Quote festgelegt worden.

Die Stadt Schwaan hat zwei Verantwortliche der Stadtverwaltung für die Lösung des Problems benannt.

"Wir sind jetzt dabei, mit den Wohnungsunternehmen und mit privaten Vermietern zu reden", sagt Bürgermeister Mathias Schauer.

In Lage gebe es da "verschiedene Sachen". "Es steht noch nichts fest", sagt Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen