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Güstrower Anzeiger

23. Oktober 2017 | 23:02 Uhr

Verkehr : Weiter in beide Richtungen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Idee einer Einbahnstraße im westlichen Abschnitt der Wilhelm-Pieck-Straße ist vorerst vom Tisch

von
erstellt am 07.Feb.2015 | 03:00 Uhr

Die Wilhelm-Pieck-Straße in Krakow am See bleibt vorläufig in beide Richtungen befahrbar. Das betrifft jedenfalls den Abschnitt westlich der B103.

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, den Verkehr nur noch in Richtung Güstrower/Goldberger Straße rollen zu lassen. Damit sollten, so die Idee, zwei Probleme bewältigt werden: Zunächst wäre für Rettungskräfte eine Spur frei, ohne dass es zu Behinderungen durch Falschparker komme. Außerdem ließen sich in einer Einbahnstraße neun bis zehn Stellplätze zusätzlich einrichten, was die Parksituation für die Anlieger um ein Drittel verbessern würde. Das Radfahren sollte weiter in beide Richtungen möglich ein.

Die Stadtvertreter haben das Papier jedoch nach kontroverser Diskussion kurzerhand von der Tagesordnung genommen. Denn ob das Vorhaben bei den Anwohnern befürwortet wird, erscheint fraglich. Auf eine Umfrage nämlich hätten sich von den 177 angeschriebenen Haushalten in der Pieckstraße, in der Güstrower und der Goldberger Straße lediglich 52 geäußert. Davon sprachen sich 32 (gleich 61,5 Prozent) für und 20 (38,5 Prozent) gegen eine Einbahnstraße aus. Ein Votum, das für Bürgermeister Wolfgang Geistert „als Handlungsgrundlage nicht ausreichend“ ist. Geistert hatte zudem die speziellen Zahlen aus der Wilhelm-Pieck-Straße zur Hand: 8 Ja-Stimmen und 4 Nein-Antworten zur Einbahnstraße.

Nicht zuletzt hatte sich der Bauausschuss ebenfalls mit nur knapper Mehrheit für die Änderung ausgesprochen. Denn ob das mit den Radspuren klappt, sei nicht wirklich klar.

Frank Eilrich (SPD) wollte noch weiter denken: Es könnte „abenteuerlich“ werden, morgens Richtung Güstrow durchs Gewerbegebiet zu fahren und dann nach links in den Berufsverkehr auf die Bundesstraße abbiegen zu wollen.

„Dann sollten wir lieber alles lassen wie es ist“, lautet des Bürgermeisters Schlussfolgerung. Sonst könnte man etwas in Gang setzen, was später möglicherweise nur mit großem Aufwand zurückzudrehen wäre.

Einen Gedanken warf Lucia Dirks (CDU) der Debatte noch hinterher: Nicht einfach auf dem Pflaster, dennoch könnte es ja vielleicht reichen, wenn die jetzigen Stellplätze besser gekennzeichnet werden?  

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