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Weiter drängeln durch die Rostocker Chaussee

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erstellt am 02.Apr.2012 | 05:48 Uhr

güstrow | Noch in diesem Jahr sollen die ersten Anzeichen für die Umgestaltung der Rostocker Chaussee zu sehen sein. Richtig losgehen mit dem Ausbau der Einfahrt der B104 in die Kreisstadt soll es dann 2013, informiert Ronald Normann, Dezernent im zuständigen Straßenbauamt Klueß.

Der Ausbau der ganzen Magistrale zwischen nördlichem Ortseingang und Liebnitzbrücke ist seit Jahren im Gespräch. Damit verbundene Vorstellungen in der Stadt liefen stets auf einen durchgängig vierstreifigen Fahrbahnausbau hinaus. Daraus jedoch wird nichts, stellt Normann auch klar: "Mehrmalige Verkehrszählungen zeigen an: Die dafür erforderlichen Fahrzeugzahlen sind nicht da." Die demnächst bei der Stadt auszulegenden Pläne werden deshalb zeigen: Im Prinzip wird die Anzahl der Spuren je Fahrtrichtung auf diesem Abschnitt nicht verändert. Schon zwischen den Kreuzungen Trendelenburgallee und Bredentiner Straße bleibt es bei der jetzigen Form, nämlich einspurig. "Das ist leistungsfähig", ist Normann überzeugt, "und der Bund macht nur das, was nötig ist." Wo es notwendig ist, würden Abbiegespuren hinzukommen. Ronald Normann: "Eine Straße staufrei zu gestalten, kann nicht Aufgabe des Bundes sein. Das ist auch nicht finanzierbar."

"Das kann funktionieren", meint Bürgermeister Arne Schuldt, der auch noch Pläne von einem durchgehend vierstreifigen Ausbau der Trasse kennt - plus Abbiegerspuren. Damals, so der Bürgermeister, sei man von einem weiteren Anstieg des Straßenverkehrs ausgegangen; das aber habe für Güstrow "so nicht stattgefunden". Eine Trasse ähnlich der Rostocker Stadtautobahn nach Warnemünde halte er für Güstrow für überzogen. Für Schuldt entscheidender Aspekt - ob nun vier- oder zweistreifiger Ausbau - sei die Einrichtung einer funktionierenden grünen Welle; weiterführend auch zur Goldberger Straße. Wichtig für ihn und die Stadt sei zudem der beidseitige Ausbau von Fuß- und Radwegen, was ursprünglich nicht vorgesehen war.

Ausbau Rad-/Gehwege und grüner Welle

Details bieten dennoch Diskussionsstoff für den Bürgermeister. So stelle die Anbindung der Prahmstraße für ihn noch einen "schwierigen Punkt" dar. Der Gedanke, die über den Hopfenweg oder die Lange Stege abzuleiten, werfe die Frage auf, wie dann der Staubereich in der Neukruger Straße zu bewältigen wäre. "Da erwarte ich auch bei den Bürgern einige Diskussionen", verweist Schuldt vorsorglich auf die bevorstehende Auslegung der Pläne für die öffentliche Beteiligung. Ein anderer Punkt: Die Ausmündung der Kessinerstraße. Diese dreiarmige Kreuzung soll künftig per Ampel geregelt werden, was die angesprochene grüne Welle noch erschweren dürfte.

Für Schuldt bleibt aber unter dem Strich: "Das kann man so akzeptieren." Noch nicht ausgegoren ist für den Bürgermeister jedoch die Verkehrsführung während der Bauphase. Auch hier seien Anregungen noch gefragt.

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