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Güstrower Anzeiger

12. Dezember 2017 | 20:43 Uhr

Güstrower Dom : Weihnachtskonzert im Dom

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Kantorei singt Weihnachtshistorie von Heinrich Schütz kommenden Montag in Güstrower Gottehaus.

Im Dom wird es weihnachtlich: Zum traditionellen Weihnachtskonzert der Güstrower Kantorei wird am Montag, dem 11. Dezember, um 19.30 Uhr in den geheizten Güstrower Dom eingeladen. Auf dem Programm steht in diesem Jahr Musik von Heinrich Schütz (1585 bis 1672) und Michael Praetorius (1571 bis 1621).

Zu Beginn erklingt das Magnificat (SWV 468) von Schütz. Es ist für drei Vokal- und einen Instrumentalchor komponiert. „So entsteht eine farbige frühbarocke Klangpracht, die dem Lobgesang der Maria in großartiger Weise gerecht wird“, sagt Kantor Martin Ohse. Von Michael Praetorius wird das 17-stimmige Choralkonzert „Nun komm, der Heiden Heiland“ zu hören sein, „die wohl großangelegteste und prächtigste Vertonung dieses Adventshymnus, den Martin Luther übertrug und dessen Melodie ebenfalls von Luther stammt“, so Ohse.

Im Zentrum des Konzertes in Güstrows ältestem Gotteshaus steht die „Weihnachtshistorie“ von Heinrich Schütz. Sie zählt neben Bachs Weihnachtsoratorium zur schönsten und bedeutendsten weihnachtlichen Musik überhaupt. Schütz veröffentlichte dieses Werk als 80-Jähriger im Jahr 1664. Nach einer vom Chor und den Instrumenten vorgetragenen Einleitung erzählt der Evangelist die Weihnachtsgeschichte nach Lukas und Matthäus im rezitativischen Stil. Diesen Rezitativen sind acht sogenannte Intermedien zugeordnet. Mit ihnen unterbricht Schütz den Evangelisten, um die Handelnden zu Wort kommen zu lassen. Ihnen ordnet Schütz wiederum eine jeweils typische Melodik zu. „So jubeln die Engel und eilen die Hirten. Deutlich hört man das drängende Fragen der Weisen und die Erregtheit des Herodes“, erklärt der Güstrower Kantor Ohse. Die Handelnden werden auch mit den ihnen typischen Instrumenten begleitet: die die königliche Macht symbolisierenden Clarinen für Herodes, Posaunen für die Schriftgelehrten, Blocklöten für die Hirten und Violinen und Gamben für die Engel, die Boten Gottes. Auch die Könige aus dem Morgenland werden durch Streichinstrumente begleitet. „Schütz fasst sie damit auch als Boten auf. Boten der fernsten Ferne, die den König der Könige suchen. So kommt es zu einer intensiven und überaus spannungsreichen Übersetzung des Wortes in die Musik“, ist Ohse überzeugt.

Es singen und musizieren Anna Kellenhofer (Weimar, Sopran), Meindert Zwart (Schwerin, Altus), Benjamin Kirchner (Bremen, Tenor), Matthias Vieweg (Brodhagen, Bass), die Güstrower Kantorei und das Orchester für Alte Musik Vorpommern auf historischen Instrumenten. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf bei der Güstrow-Information am Franz Parr-Platz sowie Restkarten an der Abendkasse.

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