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Güstrower Anzeiger

22. November 2017 | 16:12 Uhr

Einzelhandel : Weihnachtsgeschäft schleppend

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Einzelhandel setzt auf mehr Kunden ab dem am Mittwoch beginnenden Weihnachtsmarkt

svz.de von
erstellt am 07.Dez.2015 | 11:36 Uhr

Die Güstrower Einzelhändler sind mit dem laufenden Weihnachtsgeschäft noch nicht so recht zufrieden. Viele setzen ihre Hoffnungen aber auf den am Mittwoch beginnenden, zweiwöchigen Weihnachtsmarkt. „Der Weihnachtsmarkt wird das Geschäft beleben und mehr Kunden anlocken. Da bin ich sehr positiv gestimmt“, sagt Gisa Berkau, Mitarbeiterin beim Juwelier Grabbe am Güstrower Markt. Nächsten Sonnabend sowie Sonnabend kommende Woche haben ein Großteil der Güstrower Geschäfte bis 18 Uhr geöffnet.

Mehr als 50 Geschäfte in der Innenstadt beteiligen sich mit verlängerten Öffnungszeiten an diesen beiden Sonnabenden, informiert Axel Wulff vom Güstrower Gewerbeverein. „Abends sind zudem Glühweinpartys geplant. Wir hoffen auf eine volle Stadt“, sagt der Gewerbevereinsvorsitzende und setzt damit auf eine Ankurbelung des Weihnachtsgeschäfts für den Güstrower Einzelhandel.

Winterbekleidung verkauft sich schlecht

Denn bisher sieht es eher mau aus. „Man merkt natürlich schon, dass Weihnachten vor der Tür steht, aber noch ist es recht verhalten“, sagt Gisa Berkau. Diese Erfahrung macht gerade auch Annegret Dräger vom gleichnamigen Sportgeschäft in der Domstraße. Als „schleppend“ bezeichnet sie das derzeitige Geschäft. Wegen des milden Wetters würde vor allem der Verkauf von Winterbekleidung schlecht laufen. Auch sie setzt auf mehr Kunden aufgrund des beginnenden Weihnachtsmarktes. „Wir sind natürlich auch bei den verlängerten Öffnungszeiten an den Sonnabenden dabei“, sagt Annegret Dräger. Aber schon am ersten und zweiten Adventswochenende hätte sie sich mehr Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft Einzelhandel in der Stadt gewünscht. „Bereits da hätte zu längeren Öffnungszeiten aufgerufen werden müssen. Aber es wurde von der AG Einzelhandel nichts beworben. Schließlich ist der Dezember der wichtigste Monat für die Händler im Jahr“, kritisiert sie.

Annegret Dräger hat die Erfahrung gemacht, dass das Weihnachtsgeschäft in Güstrow mit guten Umsätzen erst vier bis fünf Tage vor dem Fest so richtig los geht. „Aber es lohnt sich in Güstrow einzukaufen. Wir haben nämlich mit der Güstrow-Card ein tolles Instrument. Wer in Güstrow einkauft kann punkten“, sagt sie. Auch Gisa Berkau vom Juwelier Grabbe schätzt ein, dass das Geschäft erst eine Woche vor dem 24. Dezember so richtig losgehen wird. „Und am 24. selbst. Da kommen noch viele und kaufen ein Geschenk im letzten Moment“, sagt sie.

Baumarkt punktet mit Weihnachtsbäumen

Unterdessen kann sich Wilfried Minich vom üstrower Hagebaumarkt nicht über ein schleppendes Weihnachtsgeschäft beschweren. „Vor allem Dekoartikel und LED-Beleuchtungen aller Art gehen gerade sehr gut“, stellt er fest. Der „Renner“ in der Vorweihnachtszeit seien wieder Geschenkgutscheine. „Damit machen wir immer ein gutes Geschäft“, sagt er. Immer wichtiger werde für den Baumarkt zudem der Weihnachtsbaumverkauf. „Das ist eine große Nummer geworden“, so Minich. Der Trend gehe eindeutig zum Qualitätsweihnachtsbaum. Die Kunden seien anspruchsvoller geworden. „Vergangenes Jahr hatten wir mit Weihnachtsbäumen den bisher größten Umsatz. Das zeichnet sich auch dieses Jahr wieder ab“, sagt Wilfried Minich.  

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