Baumschlagen : Weihnachtsbaum schnell gefunden

Für heimelnde Stimmung am Forsthaus sorgte die Jagdhornbläsergruppe „Zur Grenzburg“, während sich  einige Besucher am Feuer wärmen.  Fotos:  sieglinde seidel (2=
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Für heimelnde Stimmung am Forsthaus sorgte die Jagdhornbläsergruppe „Zur Grenzburg“, während sich einige Besucher am Feuer wärmen. Fotos: sieglinde seidel (2=

Ob im Suckower Forst oder beim Forstamt: Andrang überall groß

svz.de von
16. Dezember 2013, 02:00 Uhr

Viele waren am Wochenende unterwegs, um nach dem passenden Baum für das Weihnachtsfest zu suchen. Manche taten dies im Forstamt Güstrow, andere gingen direkt in den Wald. Fündig wurde wohl jeder – dann kann das Fest ja kommen.

Einen Dreimeterbaum hat sich Dirk Nehrenheim im Suckower Forst ausgesucht, abgesägt und mitgenommen. „Er muss wohl noch etwas beschnitten werden“, meint der Güstrower. Seit drei Jahren komme er immer nach Suckow, um sich den mehr oder weniger perfekten Baum auszuwählen. Und er war damit nicht allein. Familie Schumacher aus Güstrow kennt sich auch schon aus in den Suckower Tannen. Bei allen schien es recht schnell zu gehen. Die Bäume gefielen sofort und nach kurzer Zeit ging es wieder nach Hause. Gerade mal eine Viertelstunde haben Hans-Werner und Waltraud Jergler aus Nienhagen bei Vietgest gesucht. „Wir sind zum ersten Mal hier, hatten von dieser Möglichkeit in der Zeitung gelesen“, erzählen sie. Stolz sind sie auf ihren Baum, der zu Weihnachten im Wohnzimmer stehen soll. Ein kleiner Familienausflug war es für die Familien Nordwich und Seidler. Sie hatten die dreijährigen Merle und Jule dabei und waren zufrieden mit dem Resultat ihrer kurzen Suche: zwei schöne große Tannen.

„Ich war schon als Kind im Thüringer Wald mit meinen Eltern unterwegs, um den Tannenbaum auszuwählen und finde das auch heute noch für Kinder wichtig“, sagt Marie-Luise Voss aus Güstrow. Der elfjährige Jonas Voss hatte bereits den Baum begutachtet, den die Eltern im Auge hatten. „Der ist in Ordnung“, sagt er und setzt sofort die Säge an. Nach etwa fünf Minuten hat er den Stamm durchgesägt – der Baum wird am Weihnachtsabend fürs Wohnzimmer herausgeputzt.

Revierförster Karsten Mau ist zufrieden. „Bei diesem Wetter läuft der Verkauf bombastisch“, sagt er. Bereits das vierte Jahr in Folge wird im Suckower Forst angeboten, sich den Baum selbst zu schlagen. Küstentannen stehen neben Nordmanntannen und serbischer Fichte zur Auswahl. „Man ist jedes Jahr unsicher, ob der Bestand wohl für das nächste noch ausreicht – aber es ist auch in diesem Jahr wieder genug da“, berichtet Karsten Mau.

Schnell ausverkauft sind die Bäume im Forstamt Güstrow. „Wir hatten 500 Bäume und nun ist die Auswahl nicht mehr groß“, sagte Thomas Langer. Den großen Ansturm hätte es bereits in den ersten zwei Stunden gegeben. Gut, dass Renate und Peter Bannier bereits früh auf den Beinen waren und „ihren“ Baum erstanden: „Wir sind jedes Jahr hier und sind erstaunt, dass es halb neun bereits so voll ist.“ Wer dann zum Mittag kam, der konnte eine Erbsensuppe genießen oder einen Glühwein. Ein besonderer Höhepunkt aber war die Bläsermusik. Die Jagdhornbläsergruppe „Zur Grenzburg“ ließ mit einigen Weihnachtsliedern schon beim Baumkauf weihnachtliche Stimmung aufkommen.




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