Dreister Diebstahl : Weihnachtsbäume einfach abgesägt

Bodo Ladwig ärgert sich über den dreisten Diebstahl von Tannen. Auf einer Höhe von etwa 1,50 Meter wurden sie abgesägt.
Bodo Ladwig ärgert sich über den dreisten Diebstahl von Tannen. Auf einer Höhe von etwa 1,50 Meter wurden sie abgesägt.

Ärger in Subzin: Unbekannte stahlen zehn Nordmanntannen / Bäume vor 20 Jahren als Sichtschutz gepflanzt

svz.de von
18. Dezember 2013, 06:00 Uhr

Bodo Ladig (60) fehlen die Worte: Am Rande seines Grundstückes in Subzin haben dreiste Diebe zugeschlagen. Sie sägten zehn Nordmanntannen ab und nahmen sie mit. „Für den Eigenbedarf sind die wohl nicht bestimmt“, vermutet der Subziner und rechnet bei 30 Euro pro Tanne mal eben 300 Euro „Weihnachtsgeld“ zusammen. In der Nacht zum Sonnabend schlugen die Weihnachtsbaum-Diebe zu. Erst hat sich Bodo Ladig still geärgert. Nun wollte er eine solche Dreistigkeit doch öffentlich machen.

Als Bodo Ladig vor 20 Jahren rund 70 Nordmann- und Blautannen am Rande seines Grundstückes in Subzin als Sichtschutz pflanzte, war er sich schon bewusst, dass er dann und wann mit etwas Abgang, wie er es formuliert, rechnen müsse. Im vergangenen Jahr waren schon neun Bäume in der Vorweihnachtszeit abgesägt worden. „Ich hatte Anzeige erstattet. Aber die Ermittlungen sind irgendwann ergebnislos eingestellt worden“, berichtet der 60-Jährige. Wenn niemand etwas beobachtet habe, sei es schwer die Diebe zu ermitteln, denkt Bodo Ladig. Sie hätten auch diesmal keine verwertbaren Spuren hinterlassen. Ob die Diebe sich nun sehr wählerisch zeigten oder nur keine Lust hatten, sich beim Absägen der Bäume auch noch zu bücken, bleibt dahin gestellt. Die meisten Bäume wurden auf einer Höhe von etwa 1,50 Meter geköpft. „Eine Unverschämtheit“, sagt der Subziner und schüttelt mit dem Kopf. Dabei habe er noch überlegt, ob er dieses Jahr seine Bäume schützen soll. Mögliche Varianten wären Kameras, die ansonsten im Wald das Wild aufnehmen. Es gebe auch ein Spray, mit dem Bäume an Straßen besprüht werden, um das Wild abzuschrecken und an einer Querung zu hindern. „Dann wären die Bäume zwar weg, aber die Diebe hätten keine Freude daran, weil sie im Wohnzimmer bestialisch stinken würden“, denkt Bodo Ladig. Er werde es sich noch überlegen.

Es klingt fast absurd, aber Bodo Ladig kauft sich jedes Jahr einen Baum. Morgen will er das erledigen. Seine Bäume waren schließlich als Sichtschutz gedacht, erklärt er. 1988 war er mit Familie auf den elterlichen Hof in Subzin zurückgekehrt. Als er Anfang der 1990er-Jahre das Nachbargrundstück mit dem Teich darauf begehrte, wollte ihm die BVVG nur das ganze Grundstück, das bis an die Straße reicht, verkaufen. So kamen die Tannen an ihren Platz.

Eine Anzeige, so denkt der Subziner, lohne wohl nicht. So mögen auch andere denken, denn bei der Polizeiinspektion gingen bisher im Dezember keine Anzeigen wegen Weihnachtsbaumdiebstahls ein, erfuhr SVZ gestern auf Nachfrage.

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