Forstamt Güstrow : Weihnachtsbäume direkt vom Förster

Forstamtsleiter Ralf Neuß in den „Suckower Tannen“, hier kann man am 13. Dezember selbst Weihnachtsbäume schlagen.
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Forstamtsleiter Ralf Neuß in den „Suckower Tannen“, hier kann man am 13. Dezember selbst Weihnachtsbäume schlagen.

Forstamt Güstrow veranstaltet am 13. Dezember Weihnachtsmarkt mit Baumverkauf

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09. Dezember 2014, 06:00 Uhr

Ralf Neuß ist sichtlich zufrieden. Der Leiter des Forstamtes Güstrow blickt auf ein gelungenes Jahr zurück. „Der Holzverkauf, die wesentliche Einnahmequelle des Forstamtes, war in diesem Jahr sehr erfolgreich“, sagt er. 26 000 Festmeter wurden verkauft – insgesamt mehr als eine Million Euro brachte das ein. 22 Hektar konnten zudem aufgeforstet werden, auf 46 Hektar wurde der Wald gepflegt. „Ziele für 2014 erreicht“, resümiert Neuß. Da haben sich die Forstleute einen guten Jahresausklang verdient. Und der findet nächste Woche statt: Beim Weihnachtsmarkt des Forstamtes am 13. Dezember von 9 bis 14 Uhr gibt es Weihnachtsbäume vom Förster. „Ein Erlebnis für die ganze Familie“, verspricht Neuß.

530 Nordmanntannen will das Forstamt auf dem Forsthof Gleviner Burg 1 auffahren. „Auch übergroße Douglasien sind dabei“, sagt Neuß. „Aber die Nachfrage ist schon sehr stark auf Nordmanntannen fokussiert. Die haben einfach viele, dichte Nadeln.“ Die Tannen kommen von Waldbesitzern aus dem Forstamtsbereich. „Wir selbst haben in dieser Größenordnung keine verkaufsfähigen Tannenbäume“, so der Forstamtsleiter. Zwar gebe es eigene Weihnachtsbaumplantagen, aber die Bäume seien zumeist noch zu klein. „Nachwuchs für die nächsten Jahre.“

Gleichzeitig öffnet das Forstamt am 13. Dezember von 9 bis 14 Uhr seine Weihnachtsbaumplantage in den „Suckower Tannen“. Hier können die Bäume, die bereits ausgewachsen sind, selbst geschlagen werden. „Bitte Säge mitbringen“, unterstreicht Neuß. In den „Suckower Tannen“ plant das Forstamt einen „Ausverkauf“. Letztmalig soll es hier möglich sein, Bäume zu schlagen. „Wir wollen die ganze Fläche anders entwickeln“, sagt Neuß. Hier sollen künftig keine Gehölze mehr stehen, sondern Offenland-Biotope als Ausgleichsflächen eingerichtet werden.

Der Weihnachtsbaumverkauf mit Weihnachtsmarkt des Forstamtes Güstrow hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich vergrößert. „Der Baumverkauf läuft reißend“, sagt Neuß. „Vergangenes Jahr waren schon um 11 Uhr alle Bäume weg.“ Der Amtsleiter selbst musste im Akkord Bäume einnetzen. Die Bürger schätzen offensichtlich die Qualität direkt vom Förster. Auch dieses Mal gibt es wieder ein Rahmenprogramm. So werden Holzkleinkunst und Blumengestecke angeboten. Natürlich gibt es Glühwein und Deftiges aus der Gulaschkanone. Wildfleisch wird erneut zum Verkauf angeboten. „Wir haben alle Wildarten. Wild geht Weihnachten richtig gut“, sagt Neuß. Und auch die Jagdhornbläser machen wieder Musik.

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