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Güstrower Anzeiger

23. Oktober 2017 | 01:06 Uhr

Dorferneuerung : Weg zu einem Radweg ebnen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Zwei Bodenordnungsverfahren in der Region Laage sollen eröffnet werden / Informationsveranstaltungen in Liessow

von
erstellt am 21.Feb.2015 | 05:00 Uhr

Vorbereitet werden derzeit zwei neue Bodenordnungsverfahren (BOV) in der Laager Region. Insbesondere verbinden man mit einem BOV die Hoffnung auf einen Radweg entlang der B 108, der nicht wie erhofft mit dem Ausbau des Abschnittes von Neu Heinde bis vor Laage im vergangenen Jahr realisiert worden war.

Das Bodenordnungsverfahren „Breesen“ für die Gemarkungen Breesen, Korleput, Laage, Liessow und Subzin wird am Montag, dem 23. Februar, 19 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus Liessow vorgestellt. Eine Woche später, am 2. März, 19 Uhr, geht es um das BOV „Jahmen-Wozeten“. Es umfasst Teile der Gemarkungen Diekhof, Jahmen, Schweez und Wozeten.

War vor rund einem Jahr nur an ein Verfahren gedacht worden, so erklärt Romuald Bittl, Abteilungsleiter im Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu), die Aufsplittung in zwei Verfahren mit der Größe des Gebietes und einer Vielzahl von Grundeigentümern. Während „Breesen“ noch im ersten Quartal dieses Jahres eröffnet werden soll, folgt „Jahmen-Wozeten“ im zweiten Quartal.


Dorfbeleuchtung für Jahmen


„Priorität hat für uns der Radweg an der Bundesstraße“, betont Laages Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst. Außerdem sei man bestrebt die Lebensbedingungen in den Dörfern zu verbessern. Ein Beispiel: Vor Jahren sollte die Straßenbeleuchtung in Jahmen erneuert werden. Nach Protest der Jahmener wurde die Beleuchtung lediglich repariert. Bei einer Erneuerung hätten die Anlieger kräftig mit finanzieren müssen. Fördermittel standen damals nicht bereit. Über das Bodenordnungsverfahren wird es möglich sein, Fördergelder zu erlangen, was den Anteil der Anlieger deutlich schmälern wird. „Wir freuen uns, dass die Verfahren jetzt kommen“, betont Laages Bürgermeisterin. Versuchen wolle man noch die ganze Ortschaft Liessow mit ins Verfahrensgebiet zu bekommen, bisher ist nur ein Teil Bestandteil.

Eher ein bisschen überrascht war Wardows Bürgermeister. Man habe ein BOV nicht angestrebt, sehe sich jetzt aber als Nutznießer. Bisher habe Wozeten in keines dieser Verfahren gepasst, sagt Günter Schink. Gegenwärtig läuft noch das BOV Kobrow/Spotendorf. Der Bedarf für öffentliche Projekte sei so groß nicht. Die Straße von Wardow nach Wozeten habe man mit einer Förderung über den Landkreis ausbauen können. Bliebe allerdings die Dorfstraße in Wozeten selbst. Außerdem benennt Schink einen Landweg von Wozeten nach Jahmen/Seeräuber. „Hier müssten wir aber mit der Stadt zusammenarbeiten, sonst käme nur Stückwerk dabei heraus“, betont Schink.


Chance für Entwicklung der Dörfer


Aus der Sicht des Stalu benennt Bittl den Radweg an der B 108 als einen der Gründe für die Verfahren. Dabei gehe es im Verfahren um die Bereitstellung der Flächen darum, die Eigentümer mit wertgleichem Land abzufinden. Zweitens sieht er die Entwicklung der Dörfer mit Dorfplatzgestaltung, Straßenbau, Beleuchtung usw. und als drittes die Regelung der Eigentumsverhältnisse mit kompletter Neuvermessung, gegebenenfalls der Zusammenlegung von Grundstücken und letztendlich der Bereinigung der Grundbücher. Außerdem gehe es im Zusammenhang mit der Recknitzsanierung zwischen Liessow und Laage auch darum, die Fließgewässer im Umfeld der Recknitz in den von der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie geforderten Zustand zu bringen, erklärt Bittl. 

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