Klecks : Weg mit schlechten Gewohnheiten!

Was sind Eure Vorsätze? Wollt Ihr mehr lesen, für die Schule oder das Studium lernen, auf Süßes verzichten oder doch weniger Alkohol und Zigaretten konsumieren?  Collage: cindy ohde
Was sind Eure Vorsätze? Wollt Ihr mehr lesen, für die Schule oder das Studium lernen, auf Süßes verzichten oder doch weniger Alkohol und Zigaretten konsumieren? Collage: cindy ohde

Viele Güstrower haben sich für das neue Jahr Ziele gesetzt – eine Psychologin erklärt warum sich Menschen Vorsätze machen.

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07. Januar 2016, 15:38 Uhr

Vor acht Tagen wurde das neue Jahr begrüßt. Man isst Berliner, guckt „Dinner for One“, wünscht seinen Lieben alles Gute – und manche möchten auch selbst etwas an sich oder an ihrem Alltag verändern.

„Den Jahreswechsel nehmen viele Menschen zum Anlass, über ihre Schwächen nachzudenken. Sie werden selbstkritisch, sehen Fehler und wollen diese Fehler beheben“, erklärt die Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin Karin Bobzien. „Ich glaube, dass sich am meisten vorgenommen wird, bewusster zu leben. Dazu gehört, mehr Sport zu machen, gesünder zu essen und auch weniger Stress zu haben“, vermutet die Mitarbeiterin der psychologischen Beratungsstelle der Volkssolidarität in Güstrow.

Der Zehntklässler Karl Andersson hat sich vorgenommen, seine Ernährung umzustellen. Anders Meri Avetisyan: Sie hat sich vorgenommen, sich nichts vorzunehmen. „Ich würde meine Vorsätze eh’ wieder verwerfen, so wie in den Jahren davor“, erzählt die 17-Jährige. „Es gibt viele Aspekte, warum Menschen die neuen Vorsätze nach kurzer Zeit nicht mehr durchhalten. Ob man seine Ziele schafft, ist davon abhängig wie ernsthaft es gewollt wird, wie realistisch die Vorsätze sind, ob man sich das schon länger überlegt hat und auch ob man Unterstützung hat“, weiß Psychologin Bobzien. Außerdem empfehlt sie, sich mit einer anderen Person gemeinsam etwas vorzunehmen, da man sich so gegenseitig kontrollieren und mit dem Anderen über das Ziel und den aktuellen Erfüllungsstand austauschen kann.


Warum eigentlich zum Jahreswechsel?


Doch warum nimmt man sich genau zu Silvester gute Vorsätze vor? „Eigentlich ist die Tradition mit den Vorsätzen total unsinnig. Wenn man wirklich unbedingt etwas an sich verändern möchte, braucht man dafür nicht den Jahresanfang“, findet Jonathan Seppmann, obwohl er sich selbst ein Ziel für das neue Jahr gesetzt hat. Die Psychologin begründet den Zeitpunkt der guten Vorsätze mit dem Wort „Neubeginn“. „Man lässt die alten Sachen hinter sich und kann nochmal ganz von vorne anfangen“, denkt sie.

Um sein Ziel auch wirklich zu erreichen, hat Karin Bobzien ein paar Tipps: „Es ist sehr sinnvoll, sich den Vorsatz aufzuschreiben. Bei großen Vorsätzen sollte man sich kleinere Zwischenziele setzen, also in mehreren Etappen vorgehen. Nachdem man eines davon erreicht hat, ist es gut, den Erfolg Revue passieren zu lassen. Das spornt an und macht Mut für den nächsten Schritt.“ 





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