Verbandsversammlung : WAZ pumpt viel Geld nach Krakow

Katja Gödke
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Katja Gödke

Erste Arbeiten für neue Wasserversorgung geplant / Warten auf Fördermittel

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22. November 2014, 06:00 Uhr

Der Wasserversorgungs- und Abwasserzweckverbandes Güstrow-Bützow-Sternberg (WAZ) wird im kommenden Jahr rund 3,6 Millionen Euro investieren. Die Hälfte des Geldes fließt in den Bereich Trinkwasser. Und da rückt Krakow am See in den Mittelpunkt.

Dort wurde ein Wasserverbundkonzept entwickelt, das nun Stück für Stück umgesetzt werden soll. Hintergrund: Das Grundwasser im Bereich des Wasserwerkes Krakow am See ist durch natürliche (Rahmannsmoor) und wirtschaftliche Einflüsse (Gärtnerei und alte Deponie) belastet. Das Verbundkonzept sieht nun den Neubau eines Wasserwerkes in Groß Bäbelin sowie eines Reinwasserbehälters und einer Druckstation in Krakow am See (Seegrube) vor. Gesamtkosten: rund 2,7 Millionen Euro. Ein erster Schritt dabei ist der Bau der Verbundleitungen über eine Strecke von 9,6 Kilometer. Allein dafür stehen jetzt 754 000 Euro im Wirtschaftsplan 2015 des WAZ, der am Donnerstagabend beschlossen wurde.

„Das Landwirtschaftsministerium hat für den Bereich Trinkwasser eine Förderprogramm in Aussicht gestellt. Davon wollen wir profitieren“, erklärt Verbandsgeschäftsführerin Katja Gödke. „Wir sind auf solche Fördermittel angewiesen.“ Deshalb könne es sein, dass man das Bauvorhaben auch um ein Jahr verschiebt, wenn es erst 2016 Fördermittel gibt. „Diese Zeit haben wir. Es gibt Vormessstellen, über die das Trinkwasser ständig unter Kontrolle steht“, so Gödke.

Vom Wirtschaftsplan des Verbandes profitiert 2015 außerdem Laage. Die Stadt möchte die Schulstraße erneuern, weiß Katja Gödke. „Es ist immer unserer Bestreben, sich bei solchen Arbeiten mit einzuklinken.“ Es werden sowohl neue Trinkwasserleitungen verlegt, als auch das Schutz- und das Regenwasser getrennt. Geplante Gesamtkosten: 259 000 Euro.

Außerdem wird auf der Kläranlage in Laage eine Fäkalannahme errichtet. Hintergrund: Um die genaue Menge des Klärschlamms aus Kleingärten und von Wochenendgrundstücken zu erfassen, bedarf es dafür eines so genannten Übergabepunktes. Nur so können die Kosten genau ermittelt werden. Einen solchen Übergabepunkt gab es aber bisher nur in Rostock. Deshalb mussten Hobbygärtner und Besitzer von Wochenendgrundstücken tiefer in die Tasche greifen. Das soll sich mit der Fäkalannahme ändern, so Gödke.

Die gute Nachricht zum Schluss. Weder beim Trink- noch beim Abwasser ändern sich die Gebühren. Und auch für neue Häuslebauer bleibt der einmalige Anschlussbeitrag für Schmutzwasser auf dem bisherigen Niveau: 12,51 Euro pro Quadratmeter der beitragspflichtigen Grundstücksfläche.



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