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Verbandsversammlung : WAZ: Chef neu, Gebühren bleiben

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Verbandsversammlung tagt heute Abend in Wassermühle Kuchelmiß / Bützows Bürgermeister stellt sich zur Wahl als Vorsteher

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Das gilt auch für den Wasserversorgungs- und Abwasserzweckverband Güstrow-Bützow-Sternberg. Nachdem die Kommunalwahlen Geschichte sind, muss auch die Verbandsversammlung einen neuen Vorstand wählen. Fest steht: Der Verbandsvorsteher Dr. Uwe Heinze (Laage) muss gehen. Seinen Stuhl soll Bützows neuer Bürgermeister Christian Grüschow einnehmen.

17 Jahre stand der Laager Uwe Heinze an der Spitze des Verbandes. Diese Position kann aber nur ein Bürgermeister der Verbandsgemeinden einnehmen. „Dabei ist die Legislaturperiode des WAZ so lang wie die der Gemeinden. Also die letzte von 2009 bis 2014“, so Verbandsgeschäftsführerin Katja Gödke. Heinze wurde aber erst 2010 als Bürgermeister von Laage abgewählt. „Da die Verbandsversammlung seit dem aber keinen Antrag auf Neuwahlen stellte, ist er bis Mittwoch im Amt“, erklärt Gödke.

Seine Nachfolge soll nach dem Willen der Geschäftsführung nun Bützows neuer Bürgermeister Christian Grüschow antreten. „Nach ausführlichen Gesprächen mit Katja Gödke und Uwe Heinze habe ich entschieden, mich zur Wahl zu stellen“, erklärte Grüschow auf der jüngsten Stadtvertretersitzung in Bützow. Einen Gegenkandidaten gibt es bisher nicht.

Die Vertreter der Mitgliedsgemeinden wählen heute Abend in Kuchelmiß nicht nur einen neuen Verbandsvorsteher, sondern auch seine Stellvertreter und die anderen Vorstandsmitglieder – insgesamt sieben.

Relativ entspannt dürfte die Verbandsversammlung verlaufen. Die Zeit der großen Auseinandersetzungen sei längst vorbei, sagt Gödke. So liegt den Verbandsmitgliedern heute Abend auch der Wirtschaftsbericht 2013 vor. Der sei von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer für gut befunden worden, informierte Grüschow die Bützower Stadtvertreter.

„Die Bilanzsumme des WAZ beläuft sich auf rund 114 Millionen Euro und hat sich im Vergleich zu 2012 um eine Millionen Euro verringert. Der Jahresüberschuss ist mit 1,2 Millionen Euro ausgewiesen“, so Bützows Bürgermeister. Die Gewinne resultieren zu 53,8 Prozent aus dem Abwasserbereich, der Rest aus der Trinkwasserversorgung.

Die guten Ergebnisse hatte die Verbandsversammlung bereits im Dezember mit einer Gebührensenkung bei der dezentralen Abwasserentsorgung belohnt (24 Cent weniger je verbrauchtem Kubikmeter). Der Gewinn aus dem Vorjahr soll für Investitionen in diesem Jahr verwendet werden. So ist die Schloßstraße in Bützow fertiggestellt, an der Straße Vor dem Rühner Tor, an der Mantzelstraße und der 6. Wallstraße in Bützow werde gearbeitet.

Außerdem sollen in die Klärwerke in Bützow und Laage Annahmestellen für Fäkalschlamm installiert werden. „Dafür laufen gegenwärtig die Ausschreibungen“, so Katja Gödke.

Auch für die Jahre 2014 und 2015 rechne der Verband mit einem „positiven Jahresergebnis“. Das alles führe dazu, dass auch mittelfristig bis zum Ende der neuen Legislaturperiode, sprich bis 2019 „mit einer Gebührenstabilität zu rechnen ist, sofern Planansätze wie Mengenverbrauch und Kostenstrukturen annähernd erreicht werden“, wagt der designierte neue Verbandsvorsteher einen Blick voraus.

Die Verbandsversammlung heute Abend beginnt um 18 Uhr in der Wassermühle Kuchelmiß.

 

 

 

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