Stadtvertretung : Watschen für die Freien Wähler

Stadtvertretung: Neugestaltung Pferdemarkt und Einrichtung einer Wochenkrippe abgelehnt

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11. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Das hatte Stadtvertreter Gerhard Jacob vermutlich nicht erwartet: Mit Pauken und Trompeten fielen gleich beide Anträge seiner Freien Wähler durch. Dabei klingt solch ein Vorschlag harmlos: „Erneuerung Fußgängerzone Pferdemarkt“. Hier geht es Jacob noch nicht einmal um die Realisierung. Sondern, zunächst, lediglich darum, einen Gestaltungs- und Kostenvoranschlag zu erarbeiten.

Was die Stadtvertreterkollegen gegen den Gedanken aufbrachte, war Jacobs Begründung. Von „beschämender Niveaulosigkeit“ für eine Zone, die eigentlich zum Verweilen einladen sollte, von „Tristesse und Unzweckmäßigkeit“ war da die Rede. Speziell auf die Denkmalpflege schimpfte der Arzt, die Umwelt und Natur in der Innenstadt verhindere und stattdessen eine Oberfläche verschuldet habe, die eine „Barriere“ für jedermann darstelle.

„So nehme ich meine Stadt nicht wahr“, wies Burkhard Bauer (Die Linke) Jacob in die Schranken. Und mit ihm nahezu einhellig die Stadtvertretung, nur ein Kollege konnte sich für Jacobs’ Gedanken erwärmen. Hartmut Reimann (SPD) verwies zuvor auf die Geschichte des Hauses: Längst hatte man vor Jahren ausgiebig über eine Neugestaltung des Pferdemarktes diskutiert – und alle schönen Pläne letztlich fallen gelassen.

Nicht viel besser erging es einem gänzlich anders gearteten Vorschlag: Einrichtung einer Wochenkrippe, fünf Tage, 24 Stunden. Was Gerhard Jacob vielleicht übersah: Die „Südlichter“-Kita hatte schon einmal genau dieses Anliegen verfolgt, doch scheiterte es einfach – am Bedarf. Darauf machte Karen Larisch (Linke) mit ihren Erfahrungen vom Familienbündnis aufmerksam. Und „gruseln“ wollte es Torsten Renz (CDU) schon allein bei dem Begriff…

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