Weltgebetstag der Frauen : Wasserströme in der Wüste

monika schaugstat

Weltgebetstag der Frauen am Freitag stellt die Situation von Christinnen in Ägypten in den Mittelpunkt / Kollekte unterstützt weltweit Frauenprojekte

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04. März 2014, 23:00 Uhr

Lange im Voraus werden die Länder für den Weltgebetstag der Frauen am ersten Freitag im März rund um den Erdball in etwa 170 Staaten ausgewählt. Schon einige Male stellte Monika Schaugstat fest, dass man es dieses Mal kaum besser hätte treffen können. Die Umwälzungen in Ägypten geben dem Weltgebetstag, dessen Liturgie Christinnen aus Ägypten schrieben, eine aktuelle Note. „Das Wasser in der Wüste bedeutet Leben und Hoffnung“, betont die Güstrowerin. Das gelte insbesondere für Ägypten, wo der Nil die Lebensader ist. Transferiere man das Bild auf die politische Ebene gehe es ebenso um den Kampf um Gerechtigkeit, um mehr Freiheit. „Es ist schon etwas Besonderes. Die Texte aus dem Jesaja, die Bilder der Hoffnung zeichnen, drücken aus, dass Veränderungen zum Guten möglich sind. Und das gerade vor dem politischen Hintergrund“, erklärt Monika Schaugstat, die das Weltgebetstagsteam in Mecklenburg leitet. Die Christinnen in Ägypten, die der Koptischen Kirche angehören und mit zehn Prozent der Bevölkerung eine absolute Minderheit bilden, hätten einen sehr schöne Liturgie geschrieben, betont die Katholikin, die seit 18 Jahren das Weltgebetstagsteam in Mecklenburg anleitet.

Seit dem vergangenen Sommer hat sich Monika Schaugstat mit der Situation in Ägypten und insbesondere der Frauen dort vertraut gemacht. Nach der Aufbruchstimmung von 2011 fragt der Weltgebetstag – eine große, weltweite Basisbewegung christlicher Frauen – nach der heutigen Situation im Land.

Neugierig macht Monika Schaugstat außerdem auf ägyptische Linsensuppe, Kichererbsen und Kartoffeln mit viel Knoblauch. Im Anschluss an den Gottesdienst werden traditionelle ägyptische Gerichtet gereicht. Die Kollekte geht zu Gunsten von Frauen- und Mädchenprojekten in Ägypten und in aller Welt. Mit der Kollekte aus dem vergangenen Jahr konnten rund 60 Frauenprojekte in 26 Ländern mit 1,8 Millionen Euro unterstützt werden.

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