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Nächstes Jahr Hoffnung auf trockenen Keller in Glasewitz : Wasser und Schlamm nur zum Teil zu stoppen

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Jeder Glasewitzer hat vermutlich noch die unheimlich wirkenden Bilder vom 30. August vor dem Auge: Kniehoch wälzte sich da eine Schlammlawine durchs Dorf, blockierte die Lindenstraße, bedrohte Hauskeller.

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erstellt am 16.Okt.2012 | 12:34 Uhr

glasewitz | Jeder Glasewitzer hat vermutlich noch die unheimlich wirkenden Bilder vom 30. August vor dem Auge: Kniehoch wälzte sich da eine Schlammlawine durchs Dorf, blockierte die Lindenstraße, bedrohte Hauskeller. Starke Regengüsse hatten vom nahen Acker Unmengen Erde mitgerissen, die im frisch aufgepflügten, unbepflanzten Boden keinen Halt mehr fanden. Im 6-WE-Block stand das Wasser, herabgelaufen vom rückseitigen Hügel, einen halben Meter hoch. Bürgermeister Harald Berndt, der von Kindheit an in Glasewitz wohnt, solch ein Ereignis aber auch noch nicht erlebt hat, wollte nach Lösungen suchen. Solche oder gar stärkere Überflutungen müssten in Zukunft verhindert werden, damit nicht gar noch größere Schäden entstehen.

Zumindest für die regelmäßigen Überschwemmungen des Kellers im 6-WE-Block kündigt der Bürgermeister jetzt Abhilfe an. So werde er der Gemeindevertretung eine Baumaßnahme zur Aufnahme in den Haushaltsplan des nächsten Jahres vorschlagen. Quer hinter dem Block soll eine grabenförmige Grube ausgehoben werden, aus der große Rohre das vom Hügel herabströmende Wasser ableiten sollen. Dieses eine Problem, so hofft Berndt, sollte damit dann erledigt sein.

Weniger Aussicht stellt der Bürgermeister indes für die kleine Straße Am Sportplatz, die direkt auf die Lindenstraße führt und über die sich der Acker ins Dorf ergossen hatte. Harald Berndt macht ein unglückliches Zusammentreffen der ungewöhnlich starken Regenfälle an jenen Tagen mit dem zur gleichen Zeit gerade lockeren, unbepflanzten Ackerboden als Auslöser für die Schlammlawine aus. "Da haben wir derzeit keine Lösung", gibt der Bürgermeister zu. Eine Überlegung: Vielleicht ließen sich vor den am meisten gefährdeten Grundstücken an der Kreuzung kleine Steine-Wälle anlegen, damit nicht gar so viel Wasser und womöglich Schlamm in die Vorgärten strömt. "Gott sei Dank sind bisher keine größeren Schäden entstanden, lief nach meiner Kenntnis nichts in die Häuser." Bürgermeister Berndt baut darauf, dass sich solch eine Extremsituation wie am 30. August nicht wiederholt.

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