Wildpark Güstrow : Wasser lockt Wildpark-Gäste an

„Wasser und Fische – das zieht die Leute an“, ist Tierpark-Leiter Klaus Tuscher überzeugt. Josefine Vater kümmert sich im Güstrower Wildpark um die insgesamt 29 verschiedenen Fischarten. Fotos: Jens Griesbach
1 von 2
„Wasser und Fische – das zieht die Leute an“, ist Tierpark-Leiter Klaus Tuscher überzeugt. Josefine Vater kümmert sich im Güstrower Wildpark um die insgesamt 29 verschiedenen Fischarten.

Tierpark-Leiter Klaus Tuscher bilanziert erfolgreiches Jahr mit Besucherzuwachs.

von
26. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Neuer Name, neues Logo, neuer Internetauftritt – in diesem Jahr hat sich der Güstrower Wildpark ein komplett neues Image gegeben. „Und das hat funktioniert. Der neue Name ist schon in den Köpfen drin“, sagt Wildpark-Leiter Klaus Tuscher. Das lässt sich auch an den Besucherzahlen ablesen: Mit insgesamt 160 000 Gästen kamen 7,5 Prozent mehr als noch 2015. Und auch der neue Internetauftritt des Güstrower Tierparks erlebte mit 120 000 Zugriffen so viele wie nie zuvor.

Die Umbenennung von Natur- und Umweltpark in Wildpark und der Imagewechsel hatten Tuscher zunächst auch Bauchschmerzen bereitet. „Aber Wildpark ist einfach griffiger. Darunter können sich die Leute etwas vorstellen. Wir sind dadurch auch konkurrenzfähiger gegenüber Parks wie z.B. dem Vogelpark Marlow geworden“, unterstreicht Marianne Tuscher, Mitarbeiterin im Wildpark. Neben der Marketingoffensive des Tierparks in diesem Jahr habe besonders das Thema „Wasser“ als Besuchermagnet gewirkt. „Es sind die gläserne Fischtreppe im Außenbereich sowie der gläserne Bachlauf im Umweltbildungszentrum hinzu gekommen. Auch haben wir hier jetzt 29 verschiedene Fischarten“, sagt Tuscher. „Wasser und Fische – das zieht die Leute an.“ Er schwärmt von den jetzt vorhandenen offenen Becken und riesigen Wassermengen.

Unterdessen laufen bei Tuscher die Planungen für 2017 auf Hochtouren. Im Mittelpunkt: die Erlebnis-Büdnerei sowie der Bau eines neuen Parkplatzes für insgesamt 1,7 Millionen Euro. Zur Finanzierung dieses Projektes hatte es im Laufe des Jahres Auseinandersetzungen zwischen Bürgermeister Arne Schuldt und den Stadtvertretern gegeben (SVZ berichtete). Schuldt lehnte das Vorhaben als zu teuer ab, die Stadtvertreter boxten es schließlich durch. „Wir haben das Projekt bereits in unseren Wirtschaftsplan aufgenommen und unsere Gesellschafterversammlung (in der auch die Stadt sitzt, Anm. d. Red.) hat es einstimmig beschlossen“, erläutert Marianne Tuscher. Zudem laufe der Fördermittelantrag und die Bauvoranfrage sei genehmigt worden, ergänzt Klaus Tuscher. „Ich bin guter Dinge, dass wir im Frühjahr 2017 den ersten Spatenstich machen können. Ostern 2018 wollen wir dann eröffnen“, sagt er optimistisch. In einem zweiten Bauabschnitt soll dann 2019 der neue Parkplatz gegenüber dem jetzigen auf dem alten Gelände der Zuckerfabrik mit zusätzlich 250 Stellplätzen folgen.

Bürgermeister Arne Schuldt informiert auf SVZ-Nachfrage, dass gerade am Nachtragshaushalt der Stadt gearbeitet werde. Die zu erbringenden Eigenmittel der Stadt für die Erlebnis-Büdnerei in Höhe von knapp einer halben Million Euro würden in den Nachtragshaushalt eingearbeitet, sagt er. Schuldt wolle den Nachtragshaushalt den Stadtvertretern aber erst im Juni 2017 zum Beschluss vorlegen. Deshalb könnte sich der ersten Spatenstich für das Projekt noch verzögern.

Geplant ist im Wildpark der Neubau einer historischen Büdnerei in den Wiesenwelten mit zwei Gebäuden. „Alles museal, aber auch nutzbar“, unterstreicht Tuscher. Es solle ein richtiger Bauernhof mit Tieren werden. Auf dem Boden der Büdnerei ist zudem ein museumspädagogischer Spiel- und Lernbereich vorgesehen.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen