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Ärztehaus Goldberger Strasse : Was, wenn es hier mal brennt?

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Behörden in Güstrow fühlen sich für Sicherung der Feuerwehrzufahrt nicht zuständig.

von
erstellt am 12.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Nachtrag zum Thema Ärztehaus Goldberger Straße. Leser prangern die Zustände in dieser kleinen Stichstraße an, die ständig unbefugt vollgeparkt wird. Offenbar niemand kümmert sich darum, dass die Einrichtungen in dieser Straße für zum Beispiel behinderte Menschen gut erreichbar sind. Man könne nichts machen, so die Auskunft der Stadtverwaltung, da es sich um eine private Straße handele; Eigentümer – geheim.

Wer aber sorgt eigentlich dafür, dass die Feuerwehrzufahrt frei bleibt? Unter einem der Hinweisschilder auf den privaten Charakter der Straße und darauf, dass nur Taxis, Schwerbehinderte und Bewohner zum Hineinfahren (nicht zum Parken!) befugt sind, steht auch deutlich sichtbar das offizielle Straßenverkehrszeichen „Feuerwehrzufahrt – ständig freihalten“.

Der Landkreis als zuständige Behörde für den Brandschutz teilt auf SVZ-Anfrage mit: „Der Brandschutzdienststelle beim Landkreis Rostock liegen keine Beschwerden oder Anzeigen zu der Feuerwehrzufahrt vor. Der Eigentümer ist verpflichtet, die Befahrbarkeit der Feuerwehrzufahrt für die Rettungskräfte sicherzustellen.“

Eine Idee hat der Landkreis noch: Ist das Schild „Feuerwehrzufahrt“ verkehrsrechtlich angeordnet? Wenn ja, könnte die Stadt Güstrow als Verkehrsbehörde die Freihaltung der Feuerwehrzufahrt durchsetzen. Kreissprecher Michael Fengler: „Das müssten Sie mit der Stadtverwaltung noch besprechen, weil dies nicht in der Zuständigkeit des Landkreises liegt.“

Also noch einmal das Rathaus auf Nachfrage: „Das Schild ,Feuerwehrzufahrt’ ist nicht durch die Barlachstadt angeordnet. Die Freihaltung der Feuerwehrzufahrt ist demzufolge auf dem privaten Grundstück durch den Eigentümer zu gewährleisten.“

Den Ernstfall gab es zum Glück bisher nicht. Gemeindewehrführer Markus Paschen sind auch keine Klagen aus dieser Straße bekannt. Er mahnt jedoch: Zufahrt gewährleisten heißt nicht lediglich eine Spur frei lassen. Zur Entfaltung der schweren Technik – Löschfahrzeuge, Drehleiter… – im Notfall benötige man Handlungsfreiheit. Im Zweifel, so der Wehrführer, würden die Wehrleute im Weg stehende Autos wegschieben…


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