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Guten Appetit! : Was tun, wenn der Magen knurrt?

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Breites Angebot in der Güstrower Innenstadt: Kantinen und Bistros bieten frisch gekochte Menüs schnell und kostengünstig an

Wer kennt das nicht? Es ist 11 Uhr und der Magen fängt langsam an zu knurren. Meist ist die Zeit aber knapp und viel Geld will man nicht ausgeben. Man kann sich natürlich Vorgekochtes mit zur Arbeit nehmen. Ruckzuck aufgewärmt in der Mikrowelle und fertig. Oder die Klassiker: belegte Brötchen und Butterbrot. Auf Dauer wohl keine Lösung. Es geht aber auch anders. Ganz frisch gekocht. In der Güstrower Innenstadt gibt es viele Möglichkeiten, um in einer halben Stunde preisgünstig Mittag zu essen. Wir haben einmal geschaut, was es gibt und stellen einige Möglichkeiten vor.

Der Derz’sche Hof wurde vor einigen Jahre restauriert und erstrahlt wieder in seiner Ursprünglichkeit. Seit November 2013 beherbergt das Haus in der Mühlenstraße 48 auch ein Bistro der Güstrower Werkstätten. Die Wochenkarte bietet täglich wechselnd eine Suppe, zwei Menüs und einen Salat. Restaurantleiter Marcel Vollack beschreibt das Essen so: „Unsere Menüs sind vital, leicht und sättigend. Wir versuchen, etwas zu kreieren, das für Güstrow nicht so typisch ist. Es gibt zum Beispiel Gerichte, bei denen wir zum Fisch eine fruchtige Soße servieren.“

Im Inneren der Einrichtung ist es urig, aber gemütlich. Deckenmalerei aus dem 16. Jahrhundert und alter Speicherflair machen den Besuch zu einem kleinen Erlebnis. Man kann es sich aber auch draußen im Innenhof gemütlich machen. Bedient wird man – typisch für die Güstrower Werkstätten – von Menschen mit und ohne Behinderung.


Nicht nur für die Schulspeisung


Eine Kantine gibt es auch im Kreishaus. Die hauptsächlich für die Schulspeisung zuständige Küche bietet täglich vier verschiedene Essen an. Zusätzlich gibt es aber auch immer Kartoffelsalat, Bockwurst und Bouletten. Die Kantine ist öffentlich, man kann also auch dort speisen, wenn man kein Schüler oder Kreishausmitarbeiter ist. Allerdings empfiehlt sich eine Anmeldung. Sonst kann es nämlich sein, dass man nichts mehr abbekommt. Karin Hasse arbeitet in der Einrichtung, sie sagt: „In der Schulzeit wird es hier ganz schön voll, es kommen aber auch viele Leute aus der Umgebung zum Mittagessen. Wir kochen vielseitig, auch mit Vollkornprodukten und es gibt zweimal in der Woche Fisch.“


Hausmannskost auch außer Haus


Frisch gekochte Hausmannskost gibt es bei Marianne Rösler in Krönchenhagen 27. Seit zweieinhalb Jahren kocht sie täglich verschiedene Gerichte in ihrer kleinen gemütlichen Kantine. Zwischen 10.30 Uhr und 15.30 Uhr kann man hier speisen und bekommt auch Obst und Salate. „Meistens ist schon vor halb vier Feierabend. Wenn das Essen alle ist, ist Schluss. Und es bleibt selten etwas übrig“, sagt Rösler. Bei ihr gibt es auch außer Haus Essen. Sie hat 150 Plastikdosen in Umlauf, mit denen sie ihren Kunden die Portionen mit zur Arbeit oder nach Hause gibt.


Abwechslungsreiche Gulaschkanone


Etwas Außergewöhnliches und auf jeden Fall ein Hingucker ist die Gulaschkanone von Fred Westphal. Unter freiem Himmel gibt es bei ihm täglich Erbseneintopf und Nudeln mit Gulasch. Zusätzlich bietet er jeden Tag noch andere Gerichte an. „Es gibt immer ein Menü mit Tomatensoße, heute zum Beispiel mit Jägerschnitzel. Donnerstags mache ich Bolognese, mittwochs gibt es Kartoffelgerichte“, erklärt der 55-Jährige sein Angebot. „Dienstags und donnerstags biete ich einen zweiten, meist nicht so bekannten Eintopf an, zum Beispiel Porreeeintopf oder einen aus Rosenkohl.“ Für Schüler gibt es die Möglichkeit, eine kleinere Portion zum günstigeren Preis zu bekommen. Fred Westphal steht mit seiner „Kanone“ wochentags von 8.30 Uhr bis 14.30 Uhr direkt neben der Pfarrkirche auf dem Mark. Er steht jeden Morgen um 4 Uhr auf, um frisch zu kochen.


Große Mensa an der Fachhochschule


 

In der Mensa in der Fachhochschule Güstrow gibt es jeden Tag vier Gerichte. Auch zwei Suppen, eine Salatbar und Desserts stehen zur Auswahl. „Unser Mittagsangebot nutzen natürlich hauptsächlich die Leute von der FH. Es kommen aber auch Rentner und Arbeiter zu uns“, erzählt André Korn (38), einer der beiden Chefs der Mensa. „Beim Essen achten wir auf Abwechslung. Wir haben immer ein leichtes und ein vegetarisches Gericht auf der Karte. Weiterhin bieten wir Fisch- und Fleischgerichte an. Zwischen 750 und 1000 Gerichte kochen wir täglich.“ Von 11.45 Uhr bis 13.30 Uhr kann man den Mittagstisch in der öffentlichen Kantine nutzen. Sie ist auf der Rückseite der Fachhochschule und am besten über den Schwarzen Weg zu erreichen.

Natürlich ist das noch nicht alles. Güstrow hat noch mehr zu bieten. Die Gaststätten „Wunderbar“, „Verve“ und „Zur Post“ bieten ebenfalls ein günstiges Mittagsmenü. Und wer nicht unbedingt in der Innenstadt zu tun hat, für den lohnt ein Besuch in den zwei Kantinen in Rövertannen. Bekannt in der Barlachstadt ist natürlich auch „Springer’s“. Die kleine Kantine in der Speicherstraße ist immer eine Alternative zum Lieferservice.

Guten Appetit!

 

 

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