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Demo : Warnstreik: DRK-Rettungssanitäter machen Druck

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Gestern Demonstration in Güstrow / Mitarbeiter fordern Tarifverhandlungen / DRK-Vorstand versucht Streik in letzter Minute zu unterbinden

von
erstellt am 05.Jun.2014 | 06:00 Uhr

Ausnahmezustand gestern Nachmittag vor dem Güstrower Kreishaus: Mit Plakaten und Trillerpfeifen machten rund 60 Rettungsdienst-Mitarbeiter des DRK-Kreisverbandes Güstrow bei einem Warnstreik ihrem Ärger Luft. Ihre Forderung: Tarifverhandlungen und eine einheitliche Bezahlung für die knapp 100 Mitarbeiter des DRK-Rettungsdienstes in Güstrow, Bützow und Teterow. Fast wäre die Demonstration gescheitert, denn der DRK-Vorstand wollte in letzter Minute mit einer einstweiligen Verfügung vor dem Arbeitsgericht Rostock den Protest verhindern.

„Das ist ein Schlag ins Gesicht der Mitarbeiter, wie der Arbeitgeber sich hier positioniert“, kommentierte nicht nur Verdi-Verhandlungsführerin Anette Golle den Gang zum Arbeitsgericht durch den DRK-Vorstandsvorsitzenden Peter Struve. Sein Anwalt hätte vor Gericht klar gemacht, dass der Vorstand keine Tarifverhandlungen und keinen Tarifvertrag wolle, so Golle. „Das wird eine harte Nuss, die wir knacken müssen“, sagt die Verdi-Frau. „Herr Struve verweigert seit langem nicht nur Gespräche mit uns, sondern er verachtet uns“, schimpfte André Thierbach, seit 21 Jahren Rettungsassistent im DRK-Kreisverband und Mitglied des Betriebsrats. „Unsere Arbeit wird nicht wertgeschätzt.“ Gleichzeitig unterstrich er: „Trotz unseres Warnstreiks haben wir den Notdienst abgesichert. Falls etwas passiert, sind wir sofort unterwegs.“

Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes würden trotz gleicher Arbeit ungleich bezahlt, monierte der Güstrower Notfallsanitäter Christian Bömert. „Wir wollen eine Perspektive für alle Kollegen des Rettungsdienstes. Herr Struve soll sich endlich mit uns an einen Tisch setzen.“

Vom Kreishaus marschierten die Streikenden zum DRK-Seniorenzentrum in der Langen Straße. Anette Golle sagte, dass noch vier weitere Warnstreik-Tage genehmigt seien.

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