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Güstrower Anzeiger

18. Oktober 2017 | 09:43 Uhr

Gastronomie Laage : Wardower kocht in Laage

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Jakob Schütt eröffnet zum Monatsende sein erstes eigenes Restaurant in der Stadtscheune

von
erstellt am 17.Aug.2017 | 05:06 Uhr

Die Dachbalkenkonstruktion, der rustikale Giebel, die Fenster, ein frisch geschliffener und versiegelter Dielenfußboden, weiße Wände – auch ohne Einrichtung wirkt der große Raum unter Dach der Stadtscheune in Laage einladend. Jakob Schütt (29) renoviert und baut um. Er hat die Stadtscheune von der Stadt gepachtet und will am 30. August hier sein Restaurant eröffnen. Die Renovierung sei ihm wichtig gewesen, um ein Stück weit die eher verschlafenen vergangenen Jahre wegzuwischen.

„Wenn ich etwas mache, dann richtig“, sagt der Wardower. Zum Wochenende erwartet er die neue Küche. Sie wird dort eingebaut, wo es bisher eher ein Provisorium gegeben hatte. Der bisher sehr kleine Gastraum wird der Theke Platz bieten. Oben isst man à la carte. Der Raum im Erdgeschoss ist für vielerlei Veranstaltungen gedacht: Hochzeiten, Familienfeiern, Firmenfeiern, Einschulungen, Vereinstreffen usw. „Der Raum eignet sich für 35 bis 40 Personen und für ein Büfett ist auch noch Platz“, meint Jakob Schütt. Anfragen gebe es schon. In den Jahren, in denen es keinen Pächter gab hatte die Stadt bei Bedarf vermietet. Die Nutzer mussten sich um alles selbst kümmern. Nun wird man wieder bedient werden.

Eine vorab veröffentlichte Speisekarte ist in Laage bereits in aller Munde. Jakob Schütt setzt auf eine regionale und saisonale Küche in rustikalem Ambiente, wie er es formuliert. „Der Mecklenburger braucht sein Schnitzel“, sagt der Küchenmeister. Also werde er es bekommen. Ein selbst kreierter Burger für die jungen Leute soll ebenso dabei sein, wie Flammkuchen, frischer Fisch, Staeks und Wild. Mit Jägern in der Region stehe er im Kontakt. Spargel gibt es im Frühjahr, Schwarzwurzeln, Steckrüben und Grünkohl im Winter, hebt Jakob Schütt den saisonalen Charakter hervor. „Ich möchte, dass der Besuch in meinem Restaurant einfach ein gutes Erlebnis ist und die Gäste satt und glücklich wieder nach Hause gehen“, formuliert der 29-Jährige seinen Anspruch.


„Ich war bei vielen guten Köchen“


Jakob Schütt hat bei Teterow Koch gelernt, arbeitete dann im Grand Hotel in Heiligendamm, ging nach Hamburg, wo er weitere Erfahrungen in zwei Restaurants sammelte, absolvierte in Rostock die Meisterschule, arbeitete noch kurz in Bad Doberan und machte sich auf die Suche nach etwas Eigenem. In der Gastronomie müsse man weggehen, Erfahrungen sammeln und von überall das Beste mitnehmen. „Es wird überall nur mit Wasser gekocht, aber es gibt immer mindestens 20 Möglichkeiten, wie man etwas macht. Ich war bei vielen guten Köchen“, erzählt der 29-Jährige und stellt sich nun mit einem eigenen Restaurant frischen Mutes einer neuen Herausforderung. Erst einmal wolle er die Laager und potenzielle Gäste aus dem Umland, vom Flughafen und darüber hinaus neugierig machen und dann hoffentlich überzeugen.

Die Stadtscheune war Mitte der 1990er-Jahre saniert worden. Städtebaufördermittel hatte es unter der Maßgabe eines multikulturellen Zentrums gegeben. Das hatte eine gastronomische Nutzung in begrenztem Umfang zwar möglich, aber stets schwierig gemacht. Drei Pächter hatten sich im Laufe der Jahre versucht und wieder aufgegeben. Nach mehr als 20 Jahren ist die Zweckbindung abgelaufen. So könne die Stadt einer gastronomischen Nutzung zustimmen, erklärt Stadträtin Marion Hünecke. Die Möglichkeit der Nutzung für vielerlei, auch kulturelle Veranstaltungen sei auch mit dem neuen Pächter gegeben, fügt sie hinzu.

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