Grundsatzdiskussion : Wardow – wo die Kultur am Boden liegt

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Gemeindevertreter regt Diskussion über Dorf- oder Gemeindefest an

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21. November 2014, 04:00 Uhr

Irgendwie und warum auch immer weiß man in Wardow nicht mehr zu feiern. Das bedauert Gemeindevertreter Egbert Blümke zu tiefst und forderte alle Gemeindevertreter auf neue Initiativen zu entwickeln und sich davor zu spannen. „15 Dörfer gehören zur Gemeinde und nirgendwo gibt es ein Dorf- oder Gemeindefest“, stellt Egbert Blümke fest und wertet es als Armutszeugnis. Die Kultur im Gemeindebereich liege am Boden.

Anderswo würde so etwas doch auch klappen. „Warum nicht in Wardow?“, fragt sich Egbert Blümke. In den vergangenen Jahren hatte die Frauengruppe in Kobrow stets für ein Fest gesorgt. Dafür fehlte in diesem Jahr ein geeigneter Festplatz. So fiel es aus. In Wardow, so bestätigten die Wardower Gemeindevertreter, habe es ebenfalls kein Fest gegeben. Das Leben bestünde aber nicht allein aus Arbeit, meint Egbert Blümke. Für den Zusammenhalt im Dorf und in der Gemeinde sei ein Zusammenkommen im Jahr oder wenigstens alle zwei Jahre wichtig. Betretene Gesichter in der Runde der Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung. Allein Harald Hagen wollte sich wehren und verwies auf die Veranstaltung „Parkland-Jazz“ auf dem Hof der „WeiterReiter“ in Wardow im September. „Es waren sicher mehr als 100 Leute da, aber keine Einheimischen“, stellte Harald Hagen fest und fragte sich, wie groß wohl der Bedarf sei.

Bürgermeister Günter Schink warf in die Diskussion ein, dass es schwer sei ein Dorffest zu organisieren. Das beginne bei den Finanzen. „Aber du hast recht“, sagte Schink. Margit Vespermann blickte ebenfalls auf die Probleme. „Wer übernimmt die Haftung?“, formulierte sie eine für sie entscheidende Frage. So einfach sei es nicht.

Harald Hagen informierte noch, dass engagierte Bürger des Dorfes im Dezember nach dem Vorbild des vergangenen Jahres wieder zu einem Weihnachtsbaumschmücken vor das Feuerwehrhaus einladen werden. Über den Termin und weitere Details müsse man sich noch mit der Feuerwehr einigen. Klaus Fröhling, Wehrführer und Gemeindevertreter, signalisierte die Bereitschaft der Feuerwehr sich mit einzubringen. Allerdings müssten die Konditionen für die Wehr stimmen. Ein bisschen was sollte bei Veranstaltungen auch immer für die Kameradschaftskasse herausspringen.

Abrupt brach Bürgermeister Schink die Diskussion auf der Gemeindevertretersitzung ab. Egbert Blümke bleibt nur die Hoffnung, dass das Thema Dorffest weiter in den Köpfen der Gemeindevertreter arbeitet. Man könne sich nicht allein auf Frauengruppen verlassen, sondern sollte als Gemeinde etwas auf die Beine stellen, meint der Gemeindevertreter aus Kobrow.

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