Gemeindehaushalt 2015 beschlossen : Wardow steckt nochmals Geld in Straßenbau

Warten auf Fördermittel: Dieser Weg in Polchow soll seit Jahren ausgebaut werden.
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Warten auf Fördermittel: Dieser Weg in Polchow soll seit Jahren ausgebaut werden.

Gemeindehaushalt 2015 beschlossen / Sparsamkeit weiter oberstes Gebot

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08. April 2015, 06:00 Uhr

„Wir brauchen keinen Kassenkredit fürs laufende Geschäft“, stellt Bürgermeister Günter Schink nicht ohne Stolz fest. Auch für Investitionen in bessere Straßen könne man noch Geld ausgeben. Steuern müssen nicht erhöht werden. Sparsamkeit ist in Wardow seit Jahren oberstes Gebot. So gelingt es in diesem Jahr noch einmal ein Defizit im Gemeindehaushalt aus den Rücklagen auszugleichen.

Dennoch, so schränkt Schink ein, müsse der Gemeindehaushalt von der Unteren Rechtsaufsichtsbehörde des Landkreises genehmigt werden. „Die erforderlichen Abschreibungen können wir nicht bilden“, erklärt Schink. Dies ist aber seit Einführung der doppischen Haushaltsführung notwendig. Schink sieht damit die Finanzkraft der Gemeinde noch auf soliden Füßen. Die Vorausschau aber würde aussagen, dass man 2017 nicht mehr ohne Kassenkredit (so eine Art Dispo) auskommen. Das aber sei der Gemeinde schon 2010 prognostiziert worden. „Wir haben es trotzdem immer wieder geschafft“, sagt Schink. Grundstücksverkäufe hätten auch im vergangenen Jahr wieder etwas Geld in die Gemeindekasse gespült.


„Hellgrün“ für Ausbau eines Weges in Polchow


Den Ausbau eines Weges in Polchow schiebt die Gemeinde schon seit Jahren vor sich her. 90 000 Euro sind dafür veranschlagt. Eine finanzielle Förderung über den Landkreis ist beantragt. Verglichen mit der Ampel macht Schink ein Hellgrün für das Vorhaben aus. Für Instandsetzungs- und Reparaturen sind zusammen 70 000 Euro im Gemeinde-Etat eingeplant. Die Vorhaben: Erneuerung der Betonfläche vor dem Feuerwehrhaus (etwa 1000 Quadratmeter zerbröselnder DDR-Beton) und Reparatur des Wesselsdorfer Weges in Groß Ridsenow. Weitere 6000 Euro sind für die Unterhaltung der Gemeindestraßen (Löcher flicken, Bankette in Stand setzen) vorgesehen, 15 000 Euro für die Pflanzung und Abnahme von Bäumen. Die Gemeinde sei u.a. mit Alleebäumen gesegnet. 50 00 Euro stehen für die Feuerwehren in Wardow und Teschow im Etat. Außerdem machte Bürgermeister Schink darauf aufmerksam, dass die Gemeinde dieses Jahr 117 000 Euro Schulumlage zahlt.


Spielplatz als einzige freiwillige Leistung


220 000 Euro überweist Wardow für die Verwaltung der Gemeinde an die Stadt Laage als geschäftsführende Gemeinde des Amtes Laage, 7500 Euro mehr als noch 2014, informiert Schink. Kredite über 644 000 Euro werden 2015 mit 53 000 Euro getilgt. Fällig ist außerdem die Zahlung von Zinsen in Höhe von 18 000 Euro. „Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 465 Euro. „In der Spitze waren es vor zehn Jahren mal 2600 Euro“, informiert Wardows Bürgermeister. Ein Vergleich: Im gesamten Amt Laage einschließlich der Stadt liegt die Pro-Kopf-Verschuldung bei 1346 Euro.

Rund 3000 Euro plant die Gemeinde für so genannte freiwillige Leistungen ein, nicht etwa für Feste oder Vereine – solche Zuwendungen gibt es schon seit Jahren in Wardow nicht mehr –, sondern vielleicht für einen Spielplatz. „ Ein Spielplatz ist eine freiwillige Leistung, auch wenn man das keinem Bürger erklären kann“, meint Schink. 

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