Wardow : Wardow steckt Geld in Unterhaltung

Linden in Wardow wurde eine schädliche Flüssigkeit gespritzt. Schon vor der Zeit haben die Bäume einen Teil des Laubes abgeworfen.
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Linden in Wardow wurde eine schädliche Flüssigkeit gespritzt. Schon vor der Zeit haben die Bäume einen Teil des Laubes abgeworfen.

Gemeindehaushalt beschlossen – Keine großen Investitionen in der Gemeinde Wardow geplant

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04. März 2016, 05:02 Uhr

Als letzte Gemeinde im Amt Laage-Land hat in dieser Woche auch die Gemeinde Wardow die Haushaltsdiskussion abgeschlossen. Die Gemeindevertreter beschlossen einen defizitären Etat für dieses Jahr. „40 000 Euro fehlen. Die müssen wir aus der Liquiditätsreserve nehmen“, informiert Bürgermeister Günter Schink. Größere Investitionen sind diesmal nicht vorgesehen. Es gehe eher darum Geschaffenes zu unterhalten.

Den Ergebnishaushalt, in dem die Gemeinden auch Abschreibungen darstellen müssen, könne keine der Kommunen im Amt Laage ausgleichen, betont Schink, gleichzeitig auch Amtsvorsteher. Und so mussten auch die Wardower Gemeindevertreter wieder ein Haushaltssicherungskonzept beschließen. Darin gehe es wie immer darum, die Einnahmen zu erhöhen und die Ausgaben zu reduzieren. „Pachten, Gebühren und Steuern erhöhen“, fasst Schink zusammen und fügt hinzu: „Wir können aber nicht jedes Jahr an der Steuerschraube drehen. Das rettet die Situation insgesamt nicht.“

Auch mit Sparsamkeit käme man nicht unbedingt weiter, klagt Schink und nennt die Erhöhung der Beiträge, die die Gemeinde für die Schülerunfallversicherung – betrifft auch Kita-Kinder – zahlen muss. „Diese Versicherung ist natürlich wichtig und in Ordnung. Aber der Beitrag steigt mal eben um 100 Prozent“, erklärt Wardows Bürgermeister. Die Gemeinde habe darauf keinen Einfluss.

Mit rund 25 000 Euro steckt die Gemeinde in diesem Jahr mehr Geld als sonst üblich in die Unterhaltung von Straßen und Beleuchtung. „Wir haben in den vergangenen Jahren viele Straßen gebaut, die jetzt auch gepflegt werden müssen“, erklärt Schink. Unter anderem müssten Bankette gefräst werden.


Für Baumabnahmen Mittel eingeplant

Sicherheitshalber habe man auch Geld für die Abnahme von drei Linden an der Dorfstraße in Wardow in den Haushalt eingestellt, informiert Schink weiter. Vermutlich hatte jemand den Bäumen eine Todesspritze verpasst (SVZ berichtete). Das war den Baumexperten aufgefallen, als die Gemeinde im vergangenen Jahr eine Abnahme der Linden beantragt hatte. Im vergangenen Sommer zeigten sich die Bäume teilweise entlaubt. Denkbar ist, dass ihnen eine Flüssigkeit gespritzt wurde, die den Laubfall verursachte. Eine Abnahmegenehmigung hatte das Umweltamt des Landkreises nicht erteilt. Die Bäume sollten erst einmal beobachtet werden. „Bis heute gibt es keine Abnahmegenehmigung“, sagt Schink. Man habe dennoch 15 000 Euro eingeplant. Nach einer Abnahme müsste der Gehweg in den Bereich – durch die Bäume lange schon geschädigt – erneuert werden.

Für rund 5000 Euro sollen Sitzgruppen am Teich mit wunderbarem Blick auf die Kirche in Polchow und an der Kriegsgräber-Gedenkstätte in Kobrow aufgestellt werden. Die Gedenkstätte werde deutlich häufiger als erwartet aufgesucht. „Wer hier her kommt, soll sich auch setzten und in Ruhe verweilen können“, erklärt Wardows Bürgermeister.

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