Güstrow : Wann wird der Markt neu gestaltet?

Markttreiben vor dem Güstrower Rathaus. Soll die Fläche bald oder erst ab 2020 neu gestaltet werden?
Markttreiben vor dem Güstrower Rathaus. Soll die Fläche bald oder erst ab 2020 neu gestaltet werden?

Stadtvertreter diskutieren um Rangfolge für das Herzstück der Stadt / Entscheidung fällt nächste Woche

von
09. September 2015, 06:00 Uhr

Fast schien es, als ginge alles glatt mit der Fortschreibung des Sanierungsplanes für die Güstrower Straßen. Drei Fachausschüsse berieten über den von der Stadtverwaltung vorgelegten Ablaufplan bis 2019, dreimal war man sich einig. Zu glatt läuft das, befindet die Mehrheit des Hauptausschusses, ohne das Papier gleich abzulehnen. Nur vier Befürworter wollen den Plan der Stadtvertretung für die nächste Woche zum Beschluss empfehlen. Die Sache könnte sogar noch kippen.

Knackpunkt ist der Markt. In den Jahren 2018/19 soll laut Verwaltung die Beplanung erfolgen, der Baubeginn zur Sanierung der unterirdischen Anlagen sowie die Neugestaltung der Oberfläche also frühestens 2020 sein. „Zu spät“, meint Gerhard Jacob (Freie Wähler) und möchte den Markt noch in diesem Jahrzehnt erneuert wissen. Sascha Zimmermann (Grüne/FDP) sekundiert: „Der Markt als Herzstück der Stadt sollte früher drankommen.“ Und Andreas Ohm spricht gleich für die ganze CDU-Fraktion: „Das muss früher erfolgen.“

Geht es nach Bürgermeister Arne Schuldt, wäre der Markt in diesem Jahrzehnt noch nicht an der Reihe. Fertigstellung der Schnoienstraße, die Ausführung der bereits beplanten Philipp-Brandin-Straße, die Armesünderstraße, der Heiliggeisthof, schließlich der erste Bauabschnitt am Franz-Parr-Platz werden in der Altstadt vom Rathaus präferiert.

Derzeit untersuche seine Verwaltung die verschiedensten Aspekte, auch rechtliche, die sich aus einem vor fast 20 Jahren gelaufenen Architektenwettbewerb zur Marktgestaltung ergeben könnten. „Mit der vorliegenden Planung könnten wir ab 2020 theoretisch bauen“, denkt der Bürgermeister. Denn: Eine neue Abfolge für den Straßenbau in der Innenstadt könnte vieles über den Haufen werfen. Stadtwerke, Abwasserbetrieb – alle haben ihre Wirtschaftspläne auf den vorliegenden Ablaufplan abgestimmt. „Wir sollten flexibel sein“, stellt sich Hartmut Reimann (SPD) deshalb vor.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen