Archäologie in Lohmen : Wandern rund um Lohmen mit Bildungseffekt

Arbeiten zurzeit in Lohmen an der Erneuerung des Archäologischen Lehrpfades: Ekbert Roloff, Hans-Hermann Knüttel und Reinhold Schild (v.l.)
Arbeiten zurzeit in Lohmen an der Erneuerung des Archäologischen Lehrpfades: Ekbert Roloff, Hans-Hermann Knüttel und Reinhold Schild (v.l.)

Der Archäologische Lehrpfad rund um Lohmen und Klein Upahl wird restauriert.

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31. März 2016, 12:00 Uhr

Im September 2001 eröffnete die Gemeinde Lohmen ihren Archäologischen Lehrpfad. Doch mittlerweile ist die 30 Kilometer lange Strecke rund um Lohmen und Klein Upahl in die Jahre gekommen. Um den Besuchern – ob zu Fuß, per Rad oder Pferdegespann – die Geschichte der Region am Beispiel von Bodendenkmalen weiterhin verdeutlichen zu können, wird der Lehrpfad jetzt auf Vordermann gebracht. Etliche Schilder und Markierungsstangen müssen erneuert und viele Zugänge freigeräumt werden. Noch im Sommer soll alles fertig sein.

„Der Lehrpfad soll sowohl direkt vor Ort das Leben in den zurückliegenden Jahrhunderten und Jahrtausenden reflektieren, als auch die Archäologie als Schlüssel zum Verständnis jener überwiegend schriftlosen Hinterlassenschaften dem Betrachter näher bringen. Der Pfad bereichert aber auch mit einem gewissen Bildungsanspruch die touristische Infrastruktur der Region“, sagt Heinz Koch, Historiker in der Gemeinde Lohmen und Vorsitzender des Kulturvereins. Auf Tafeln entlang des Lehrpfades wird darüber informiert, welche Schlüsse die archäologische Forschung aus den Bodendenkmalen zieht: Wann sind sie entstanden? Welche Funktion hatten sie? Wer hat sie geschaffen? Start ist immer am Dorfmuseum Lohmen. Hier befindet sich auch eine kleine Ausstellung zum Archäologischen Lehrpfad. Am imposantesten sind die Hügelgräber in der Lohmer Stüde, der Steintanz im Lenzer Forst hinter Garden sowie das Großsteingrab in Klein Upahl.

Vor 15 Jahren hatten der Förderverein Region Güstrow gemeinsam mit dem Landesamt für Bodendenkmalpflege, dem Bilse-Institut Güstrow und dem Kulturverein Lohmen den Lehrpfad geschaffen. Walter Kuhn aus Güstrow, einst Projektleiter des Lehrpfades und Ehrenmitglied des Kulturvereins Lohmen, hat sich aus alter Leidenschaft für das Projekt jetzt die Aufgabe gestellt, die Nutzbarkeit des Lehrpfades an allen Stationen wieder herzustellen. Bei der in Güstrow beheimateten Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern fand er offene Ohren, denn ganz ohne zusätzliches Material geht es nicht. Inzwischen sitzen der Verein, die Gemeinde Lohmen und der Hagebaumarkt Güstrow in einem Boot, um dem Lehrpfad neuen Schliff zu geben. Dazu ist das Bruchholz zu räumen, sind neue Markierungen und Schilder zu setzen. Im Sommer soll alles fertig sein. „Dann würde rechtzeitig zum 15. Jahrestag alles wieder zu Wanderungen mit Bildungseffekt einladen“, sagt Heinz Koch.

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