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Güstrower Anzeiger

14. Dezember 2017 | 11:20 Uhr

Blätterfest : Waldwichtel oder Goldschnäpel

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Wer wohnt im Wildpark? Beim Blätterfest waren gestern viele Neuigkeiten zu erfahren

Zum Blätterfest im Güstrower „Wildpark MV“ hatte sich Sabine Meyer mit ihren Zwillingen Lina und Jara gleich früh auf den Weg gemacht. Erstens brauchte man sich da an den Bastelständen noch nicht anzustellen, und zweitens hatten sie sich ein volles Programm vorgenommen. Nach dem Kinderschminken besuchte die Familie den Bastelstand, wo mit Hilfe der Wildpark-Mitarbeiterin Josefine Vater kleine Waldwichtel entstanden. „Und dann geht es als Höhepunkt zum Reiten“, versprach die Mutter ihren Töchtern.

Ein volles Programm hatte auch Josefine Vater zu erfüllen. Die junge Mitarbeiterin ist seit Anfang Juli als Biologin fest im Wildpark angestellt und gemeinsam mit Kai Österreich für die Fische zuständig. „Wir haben über 20 verschiedene Fischarten im Park, darunter als neue Bewohner die Goldschnäpel“, versichert die Güstrowerin. Mit Fischen besetzt wird gegenwärtig auch der neu entstandene Bachlauf im Umweltbildungszentrum. „Kleine Äschen haben wir schon eingesetzt“, erzählt Vater.

Die Mitarbeiter suchen noch nach einem zugkräftigen Namen für das Projekt, das sich an der Nebel mit seinem Wechsel von stehendem und fließendem Gewässer orientiert. „Gläserner Bach klingt einfach zu steif und wenig werbewirksam“, sagt Klaus Tuscher. Der Wildpark-Geschäftsführer kündigt weitere Aktivitäten an. So wird noch in dieser Woche ein über einen Meter langer Wels in die Gläserne Fischtreppe umgesetzt. Und Mitte des Monats sollen alle unter dem Großprojekt „Gigantum“ zusammengefassten Vorhaben – u. a. die gläserne Fischtreppe, kombinierte Rad- und Wanderwege, Wildreservat, Großflugvoliere für Seeadler – übergeben werden. Dazu angesagt hat sich unter anderem der Wirtschaftsminister.

Vom frühen Morgen an war gestern auch der Stand von Pilzberater Christoph Kretschmer umlagert. Der Experte kam kaum dazu, die von ihm und Wildparkmitarbeitern gesammelten Pilze zu beschriften und damit eine kleine Ausstellung vorzubereiten. Besucher brachten dem Sachverständigen ganze Korbladungen und hofften auf sein Urteil. „Ich habe schon einige Bitterlinge, die Sammler für Steinpilze hielten, und sogar einen gelblichen Knollenblätterpilz aussortiert“, erzählt der Teterower. Da sein Bützower Kollege Klaus Warning am Wochenende verhindert war, gab es in diesem Jahr nur eine kleinere Ausstellung. „Die starke Besuchernachfrage zeigt, wie wichtig die Pilzausstellung ist“, bestätigt Wildpark-Sprecherin Maren Gläser, die gemeinsam mit Sandra Kischka das Kinderschminken übernommen hatte.  


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