Walddorf auf der Zielgeraden

Miniaturstadt Bützow: Neuer Strom- und erweiterter Abwasseranschluss machen Freizeit- und Familienpark fit für künftige Projekte

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15. Januar 2019, 07:47 Uhr

Relativ ruhig ist es in diesen Tagen in der Bützower Miniaturstadt. Anders in der Vereinswerkstatt. Dort sind unter anderen Marco Schult und Lutz Gratop damit beschäftigt, Bauteile für das geplante Walddorf in Klein-Bützow anzufertigen.

Vor fünf Jahren hatte Vereinschefin Birgit Czarschka das Projekt vorgestellt. Abenteuer pur für Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene – so war der Ansatz. Dafür sind kleine Holzhäuser auf Stelzen, die über einen Holzpfad verbunden sind, geplant. Das alles hat in der Vorbereitung und letztlich in der Umsetzung viel Zeit in Anspruch genommen. Erst im Frühjahr vergangenen Jahres konnte der Verein mit dem Bau so richtig loslegen. „Wir müssen aber damit jetzt auch zu Ende kommen“, sagt Czarschka. Natürlich sei es klar, dass so ein Projekt länger dauert, wenn es von Nichtfachkräften umgesetzt wird und nicht über eine Firma, sagt die Vereinschefin. Andererseits bleibt so das Walddorf das, was es von Anfang an sein sollte: „Ein soziales Projekt, an dem Menschen unterschiedlicher Couleur mitarbeiten. Und jeder wird später mit Stolz dort durchgehen und sagen können: ,Hier habe ich mitgearbeitet’“, erklärt Birgit Czarschka. Das sei ja auch die Wertschätzung, die die Mitstreiter in der Miniaturstadt immer wieder von den Besuchern erfahren.

Mittlerweile stehen die Häuser fürs Walddorf, Fenster sind eingebaut, an den Türen wird gerade in der Werkstatt gearbeitet, ebenso an den Leitern vor Ort. Anschließend geht es an den Innenausbau. Einen genauen Termin, wann die offizielle Eröffnung sein wird, kann Czarschka noch nicht benennen. Es werde auf jeden Fall ein besonderes Ereignis werden, ist sie sich sicher.

Dazu wird auch beitragen, dass das Problem der veralterten Stromversorgung angegangen wird. Dazu hatte es im Vorjahr eine zum Teil kontroverse Diskussion gegeben, auch öffentlich. Doch die Wogen sind geglättet, der Stromanschluss, der auch auf die Zukunft ausgerichtet sein wird, werde kommen. Gleiches gelte für die Erweiterung der Abwasserentsorgung.

Beides sei auch für ein weiteres Projekt notwendig und wichtig: den Bau einer Mehrzweckhalle. Eine Idee, gemeinsam mit Stephan Schulz entwickelt, der nebenan im Gewerbegebiet eine Firma betreibt, die nicht vom Tisch ist. Zum einen soll dort der Umgang mit Tieren und speziell Reitsport auch für „den kleinen Geldbeutel“, wie es Birgit Czarschka nennt, angeboten werden. Außerdem sollen daraus auch Projekte für Schulklassen entwickelt werden. Mit wenigen Handgriffen und einem Klappfußboden könne aus der Halle auch ein Ort für Feste, Messen und andere Veranstaltungen werden. „Zum Beispiel der Feuerwehrball“, nennt die Vereinschefin ein Beispiel. Das alles sei aber noch Zukunftsmusik. Es werde zwar weiter daran gearbeitet, aber eine Umsetzung der Idee sei in diesem Jahr noch nicht möglich, die Planungen sollten aber weiter vorangetrieben werden.

Nur in kleinen Schritten gehe es mit der Miniaturstadt selbst voran. Ein neues Haus ist im entstehen, an einem Ersatzbau werde gearbeitet. Mehr sei gegenwärtig nicht drin, da dafür zu wenig Ein-Euro-Jobber vom Jobcenter finanziert werden. „Wie müssen ja auch im Sommer draußen vieles reparieren. Da greifen wir teilweise schon aufs Ehrenamt und Honorarkräfte zurück“, erzählt die Vereinschefin.













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