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Krakow am See : Wahlkampf geht unter die Gürtellinie

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Der Krakower Wahlkampf geht unter die Gürtellinie. Gegen Bürgermeister Geistert laufen staatsanwaltschaftliche Ermittlungen.

svz.de von
erstellt am 23.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Der Wahlkampf in Krakow am See geht unter die Gürtellinie. Auf dem Bürgerempfang zum kommunalpolitschen Ehrenamt (siehe Seite 11) am Mittwochabend in der Alten Synagoge thematisierte Bürgermeister Wolfgang Geistert einen „unschönen Wahlkampf“ im Luftkurort und eine „vergiftete Atmosphäre“ in der Stadtvertretung. Gleichzeitig wünschte er sich, „egal wer künftig in der Stadtvertretung und in den Ausschüssen tätig ist, dass es künftig wieder ein ehrliches und konstruktives Miteinander in der Stadtvertretung gibt“.

Geistert, der wieder als Parteiloser für die SPD als Bürgermeisterkandidat antritt, sagte: „Ich habe in den vergangenen Jahren manchen Wahlkampf miterlebt, diesmal ist es etwas anders.“ Er monierte, dass Stadtwappen für Einladungen zu Parteiveranstaltungen verwendet und amtliche Aushangkästen mit Parteiwerbung beklebt wurden. Und Geistert sagte: „Ein Bürger Oskar Klein wird erfunden, um Diffamierungen gegen mich zu verbreiten.“

Dieser „Oskar Klein“ taucht in einer Wahlwerbung des „CDU-Ortsverbandes der Stadt Krakow am See“ und des CDU-Bürgermeisterkandidaten Wolfgang Fentzahn auf. Dort heißt es: „… Oskar Klein, ein Bürger aus Krakow am See. Ein Mitbürger mit Zivilcourage, weil er ausspricht, was alle längst wissen, und der es auf den Punkt bringt und die Sache beim Namen nennt.“

Seit diese Äußerungen im Internet nach einem SVZ-Beitrag auftauchten, wird in Krakow am See gerätselt, wer Oskar Klein ist. SVZ fragte gestern im Einwohnermeldeamt des Amtes Krakow am See nach. Mitarbeiterin Christina Christahl: „Bei uns ist kein Oskar Klein registriert.“

Weiter macht in Krakow am See ein Flugblatt unter dem CDU-Logo die Runde. „… wir handeln! CDU, No-Go Geistert Staatsanwaltschaft ermittelt!“ steht zu lesen. SVZ fragte gestern bei der Staatsanwaltschaft Rostock nach, nachdem wir in unserer Ausgabe vom 26. April „Vorermittlungen in der Wokra-Affäre“ getitelt hatten. „Gegen Wolfgang Geistert ist ein Ermittlungsverfahren anhängig“, bestätigte Behördensprecher Martin Fiedler. Zu weiteren Details gab Fiedler wegen des laufenden Verfahrens keine Informationen.


 

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