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Güstrower Anzeiger

20. November 2017 | 23:56 Uhr

Güstrow : Votum für den Fußball in Güstrow

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stadtvertretung stimmt dem Entwicklungskonzept Jahnstadion 2015 zu und gewährt Zuschuss für den ersten Bauabschnitt.

von
erstellt am 29.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Der Güstrower Sportverein kann fristgemäß bis Ende August beim Landessportbund eine Förderung für einen Umbau des Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadions an der Speicherstraße beantragen. Eine Bedingung für die Förderung durch den Landessportbund ist eine Unterstützung des Vorhabens durch die Kommune. Die Güstrower Stadtvertreter stimmten am Donnerstagabend dem Entwicklungskonzept Jahnstadion 2025 zu und beschlossen für den ersten Bauabschnitt einen Investitionskostenzuschuss von maximal 414 600 Euro.

Gelingt es dem GSC Fördermittel vom Landessportbund zu bekommen, könnte die Konzentration des Güstrower Fußballs mit dem Umbau des Jahnstadions im nächsten Jahr beginnen. Eine Verschiebung des Hauptplatzes würde Raum für ein weiteres Spielfeld zwischen dem Kunstrasen- und dem Hauptplatz schaffen. Außerdem sollen neue Umkleide- und Sanitärräume in Containerbauweise entstehen. Veranschlagt sind nach Angaben des Vereins dafür rund 819 000 Euro. Eine Förderung durch den Landessportbund könnte sich auf maximal 375 000 Euro belaufen.

Eine Konzentration des Fußballs – bisher gespielt am Fischerweg, auf Borwinseck und im Jahnstadion – käme sowohl dem Verein, der mit der Betreibung von drei Plätzen an seine personellen und finanziellen Grenzen stößt, als auch der Stadt, die sich auf dem Platz am Fischerweg Wohnhäuser vorstellen könnte, entgegen. Der GSC würden den Sportplatz am Fischerweg aufgeben und dafür das Jahnstadion „aufrüsten“. Das gesamte Entwicklungskonzept sieht eine dritte Trainingsfläche im Jahnstadion, eine überdachte Zuschauertribüne und eine Sanierung des Platzes Borwinseck vor. Das alles stehe aber noch in den Sternen. Soweit war man sich in der Stadtvertretung einig. Jetzt geht es erst einmal um das zweite Spielfeld und Erweiterung des Umkleide- und Sanitärbereiches. Damit könne der Platz am Fischerweg aufgegeben werden.

Ohne Gegenstimmen mit nur wenigen Enthaltungen stimmten die Stadtvertreter beiden Beschlüssen zu. Dabei waren sich Stadtvertreter und Verwaltung einig darüber, dass manches noch mit der heißen Nadel gestrickt ist, auch nach einer gemeinsamen Sitzung von fünf Ausschüssen in der vergangenen Woche nicht jede Frage geklärt werden konnte. Gerhard Jacob (Freie Wähler/EB) monierte, dass beide Vorlagen „noch nicht beschlussfähig und seriös untermauert“ sein. Er fürchte, dass man am Ende mit finanziellen Nachschüssen von zehn bis 20 Prozent würde rechnen müssen. Aber ein qualitativ hochwertiges Jahnstadion würde der Stadt gut zu Gesicht stehen, so Jacob. Sascha Zimmermann (FDP) sprach von einer „tollen Sache für die Stadt und den Fußball“. Über die Eigenmittel vom Verein müsse man noch reden – eigentlich zehn Prozent, die Vereinschef Torsten Renz, der die Diskussion – weil befangen – auf den Zuschauerrängen verfolgte, für unmöglich hält. Gesprochen wird über 30 000 Euro. Auch Hartmut Reimann (SPD) hielt das Konzept für „noch nicht so abgerundet“, wie man es sonst bei Beschlüssen gewohnt sei. „Sehr gut“, hieß es von Karen Larisch (Die Linke), die den Wunsch äußerte, dass man bei der Ausführung auch die Barrierefreiheit für Zuschauer und Sportler im Auge haben möge.

Bürgermeister Arne Schuldt (parteilos) räumt ein, dass insbesondere der Beschluss zum Investitionskostenzuschuss Mängel aufweise, aber der bestmögliche sei, der zu diesem Zeitpunkt habe vorgelegt werden können. Nicht alle Fragen hätten bis zur Stadtvertretersitzung geklärt werden können. Über vieles habe man gesprochen, sei aber noch zu keiner Lösung gekommen, wenn es beispielsweise um eine mögliche Rückzahlung von Fördergeldern, die der GSC vom Landessportbund für die Sanierung des Platzes am Fischerweg erhielt, und um mehr Parkplätze am Jahnstadion geht. Schuldt: „Es geht nur um den ersten Bauabschnitt. Alles andere ist offen.“

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