Lalendorf : Vorsichtig optimistischer Blick in die Zukunft

An der Lalendorfer Turnhalle gibt es immer wieder mal zu tun. In den nächsten beiden Jahren sind Wärmedämmung und Dachreparaturen vorgesehen.
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An der Lalendorfer Turnhalle gibt es immer wieder mal zu tun. In den nächsten beiden Jahren sind Wärmedämmung und Dachreparaturen vorgesehen.

Lalendorfer Etat noch längst nicht ausgeglichen aber mit positiven Ansätzen.

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28. Dezember 2017, 05:00 Uhr

An der Konsolidierung ihres Haushaltes müssen die Gemeindevertreter von Lalendorf weiter arbeiten. Nach wie vor wird die Gemeinde mit „gefährdeter dauernder Leistungsfähigkeit“ eingestuft. Zwar schließt Lalendorf dieses Haushaltsjahr mit einem deutlich besseren Ergebnis ab, als geplant. Das ist vor allem durch höhere Gewerbesteuereinnahmen und Mehrerträge aus Landverpachtung erreicht worden, auch schlägt sich hier die Änderung des Eigenkapitals der Wohnungswirtschaft (SVZ berichtete) positiv nieder. Die Gemeinde schaffe es aber noch nicht, in der mittelfristigen Finanzplanung den Ergebnisvortrag auszugleichen, schätzt die Kämmerei des Amtes ein. Und doch beginnen die Anstrengungen, die Lalendorf seit Jahren unternimmt, sich auszuzahlen.

So werde es im Jahr 2018 einen positiven Ergebnishaushalt geben, erläuterte Dieter Burmeister, Vorsitzender des Finanzausschusses, als er das Zahlenwerk seinen Gemeindevertreterkollegen zur Beschlussfassung vorstellte. Allerdings sei dies wegen der systemisch bedingten Nachwirkungen 2019 wieder nicht so vorauszusehen. Dennoch: Im nächsten Jahr komme man schon mal ohne Kassenkredite aus, um die Pflichtaufgaben und die selbst auferlegten erfüllen zu können. Als positiv bewerte der Finanzchef der Gemeinde auch die erstmalige Aufstellung eines Doppelhaushaltes. Dieter Burmeister: „Damit können wir kontinuierlicher arbeiten.“

Insgesamt will die Gemeinde 2018 mehr als 400 000 Euro investieren und dafür 155 000 Euro an Eigenmitteln aufbringen. 2019, wenn 575 000 Euro in Investmaßnahmen gesteckt werden sollen, soll der Eigenanteil sogar 355 000 Euro betragen. Der Bereich Feuerwehren (Löschteich und -brunnen, Kfz-Hallenanbau, Atemschutztechnik, Fahrzeuge, Wärmebildkamera…) nimmt davon einen Großteil ein: 242 000 Euro im nächsten und noch einmal 146 000 Euro im übernächsten Jahr.

Einige der außerdem geplanten Investitionen stellte Burmeister vor. So wolle man in den beiden kommenden Jahren jeweils 5000 Euro in Dachreparaturen und in die Wärmeisolierung der Turnhalle stecken. „Die Turnhalle ist ja in Lalendorf die einzige Stätte, in der sich die Dorfbevölkerung zusammenfinden kann.“ So werde auch der weitere Ausbau der Sport-, Freizeit- und Gemeinschaftsanlage an der Schule mit 300 000 Euro als größter Einzelposten bei den Investitionen in den beiden kommenden Jahren geplant – eine hohe Förderung vorausgesetzt. In Gremmelin soll 2019 mit mehr als 9000 Euro Eigenmitteln der Spielplatz erneuert werden. Gut 60 000 Euro sollen jedes Jahr in die Reparaturen von Gemeindestraßen fließen, „für das Gröbste“. 10 000 Euro sind für das Bodenordnungsverfahren Roggow eingeplant.

Ebenso wichtig die laufenden Kosten. Nicht wirklich vorhersehbar etwa der Winterdienst – mit 37 000 Euro „geplant“. Anders die Grünpflege, in den vergangenen Jahren notgedrungen etwas vernachlässigt: 250 000 Euro will Lalendorf in seinem riesigen Gebiet einsetzen. Das seien zehn Prozent mehr als zuletzt, und „trotzdem sind noch nicht alle Wünsche erfüllbar“, so Burmeister. Der Pflegeplan werde durch die kommunale Dienstleistungsgesellschaft (KDV) noch überarbeitet.

Leisten kann und will sich Lalendorf auch eine Unterstützung des Jugendclubs und der Seniorenarbeit und hat dafür jeweils 13 100 bzw. 15 200 Euro vorgesehen. Letztlich sei aber festzuhalten, so die Kämmerin, dass „auch die massivsten Sparanstrengungen und radikalsten Kürzungen … nicht zu einer deutlichen Verbesserung der Situation im Sinne einer weitgehenden Wiedererlangung des Haushaltsausgleichs führen“. Steigende Kosten etwa bei den Tarifen oder im Energiebereich, zehrten an den Konsolidierungserfolgen. Und doch ist Bürgermeister Reinhard Knaack zuversichtlich: „Wir können wieder vorsichtig optimistisch, was die Haushaltslage anbetrifft, in die Zukunft blicken.“

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