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Ärger über Hundekot : Vorsicht: Tretminen in Güstrow

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SVZ-Test: Mehr als 50 Hundehaufen allein in der Innenstadt gezählt. Stadt ist Problem nicht bewusst.

svz.de von
erstellt am 08.Dez.2015 | 06:00 Uhr

Der gemütliche Stadtbummel in der Güstrower Innenstadt  gleicht derzeit eher einem Spießrutenlauf. Nahezu in jedem Straßenzug haben Hunde ihren Kot abgesetzt und die Besitzer haben die Hinterlassenschaften natürlich nicht – wie eigentlich vorgeschrieben – in eine der 38 Hundetoiletten der Stadt entsorgt. Ein Ärgernis für Anwohner und Gäste gleichermaßen.

Aus der Stadtverwaltung ist indes zu erfahren, dass derartige Verschmutzungen nach der Schaffung des Kommunalen Ordnungs- und Sicherheitsdienstes (KOSD) zurück gegangen seien, so Karin Bartock, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit in Güstrow. Ein SVZ-Selbstversuch zeigt, dass die Vierbeiner jedoch weit mehr Schmutz machen, als von der Stadt  eingeschätzt wird – und das obwohl für das Liegenlassen von Tierkot in der Barlachstadt eine Gebühr in Höhe von 20 Euro erhoben wird.

Bei unserem Streifzug durch die Innenstadt zählten wir 51 Hundehaufen. Und das ausschließlich auf den Straßen und Gehwegen – die Grünflächen blieben im SVZ-Test außen vor. Kaum ein Bereich blieb verschont – einige Zonen wiesen sogar eine Häufung auf. Dazu gehören insbesondere die Bereiche um die Mühlenstraße sowie die Straße Krönchenhagen. Auffällig sind auch die Schwerpunkte in den Seitenstraßen. So beispielsweise innerhalb des Torbogens, der vom Wall zum Grünen Winkel führt. Hier haben wir gleich drei Tretminen entdeckt. Besonders ärgerlich sind die Hinterlassenschaften natürlich an Hauseingängen, mitten auf dem Bürgersteig oder direkt hinter einer Abbiegung – da ist das Hineintreten vorprogrammiert. In Güstrow seien übrigens 1482 Hunde angemeldet, sagt Karin Bartock. „Anzeigen bezüglich Verschmutzungen liegen bei der Barlachstadt Güstrow nicht vor. Es gibt lediglich anonyme Hinweise  zu verschmutzten Bereichen oder Verunreinigungen von Grünanlagen oder privaten Grundstücken“, sagt die Stadtsprecherin weiter.

Positiv lassen sich die Bereiche um den Wall, die Schnoienstraße oder Schloss hervorheben – hier waren keine Tretminen bei unserem Test am vergangenen Wochenende zu entdecken.

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