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Vereine vorgestellt : Vor dem Angelvergnügen steht die Arbeit

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Angelverein Wattmannshagen nach dem Zweiten Weltkrieg Garant für Sport und Kultur in der Region.

svz.de von
erstellt am 18.Apr.2017 | 12:00 Uhr

Immer im April versammeln sich die Petrijünger zum Arbeitseinsatz. Ein knappes Dutzend Mitglieder des Anglervereins Wattmannshagen hatten sich auch diesmal wieder am Kuhlsee eingefunden. Es gab viel zu tun. Am zirka 2,5 Hektar großen Kuhlsee waren die Sitzgelegenheiten auf der Liegewiese zu reparieren und der Badesteg auszubessern. Diese Aufgabe erledigten Andreas Jablonski und Jürgen Gross. Andere Angelfreunde sammelten den Müll um den kleinen See auf. „Ein Glück, dass dieses Mal kein Müll in den See entsorgt wurde“, atmete Vereinschef Gerd Stegmann auf. Er konnte sich noch erinnern, dass Taucher schon mal eine Waschmaschine aus dem Gewässer bergen mussten.

Am Krassower See, dem zweiten Gewässer des Angelvereins, hatten Vereinsmitglieder über Winter den zweiten Angelsteg erneuert. Beim Arbeitseinsatz mussten Hermann Anneken, Hans Schorbe und Frank Schwank in den See gefallene Bäume bergen. Der ATV von Frank Schwank leistete da wertvolle Hilfe. „Früher mussten wir die Stämme an dem unzugänglichen See mit Muskelkraft bergen, das war eine Plackerei“, erzählt Hermann Anneken. Auch an der zweiten Angelstelle des knapp sieben Hektar großen, aber relativ flachen Sees musste der Zugang frei geräumt werden.


Angler schätzen die Gemeinschaft


Wenn es um Arbeitseinsätze geht, kann sich Gerd Stegmann auf einen „harten Kern“ der Vereinsmitglieder verlassen. Der 67-Jährige steht seit 1990 an der Spitze des Angelvereins Wattmannshagen. Er schreibt auch die Chronik. Darauf sind auf vielen Fotos Arbeitseinsätze, Feiern und gemütliche Runden festgehalten. „Wir führen ein reges Vereinsleben, das ist ja auch der Sinn einer solchen Gemeinschaft“, meint Stegmann. So werden Vereinsmitglieder zu runden Geburtstagen oder zu Ehejubiläen aufgesucht. Auch bei Todesfällen kondoliert der Verein. Andere Fotos zeigen fröhliche Menschen beim Anglerball. „Den haben wir aber in den letzten Jahren nicht mehr ins Programm aufgenommen. Die Alten sind zu alt, die Jungen haben andere Interessen“, erklärt Stegmann und weist auf andere Termine hin: Am Sonntag, 23. April, ist Anangeln am Bacheinlauf des Warinsees, am 7. Mai steht ein Vergleich mit weiteren Angelvereinen der Gemeinde am Krassower See im Plan und am 18. Juni findet das beliebte Paarangeln am Krummen See statt.

Trotz gut geführter Chronik ist das Geburtsjahr des Vereins nicht genau zu ermitteln. Im Vereinsnamen steht das Jahr 1948. „Friedrich Dau, der schon DDR-Meister im Turnierangeln war, hat mir erzählt, dass der Angelsport in Wattmannshagen schon 1947 begonnen habe“, erzählt Stegmann. Niedergeschrieben ist das nirgends. Aber in der Chronik der Lalendorfer Fußballer steht: „Die erste nachweisbare Fußballmannschaft nach dem Zweiten Weltkrieg fand sich 1947/48 in Wattmannshagen zusammen. Gründer war Erich Schumacher, der Vorsitzende der Ortsgruppe Wattmannshagen bei der Angelvereinigung Land Mecklenburg.“ Und im folgenden Absatz heißt es voller Anerkennung: „Noch in den 1960er-Jahren organisierte der Angelverein Wattmannshagen fast das gesamte Kultur- und Sportleben der Gegend.“ Einiges von diesem Elan haben sich die Wattmannshagener Petrijünger bis auf den heutigen Tag bewahrt.

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