Faustball : Vor Abstieg Achterbahn der Gefühle

Diana Freiknecht glänzte in Berlin gegen den VfK – hier ein Archivfoto – mit einem Aufschlag-Ass.
Diana Freiknecht glänzte in Berlin gegen den VfK – hier ein Archivfoto – mit einem Aufschlag-Ass.

!. Bundesliga Faustball: Güstrower SC bezwingt VfK Berlin / Niederlage gegen Kaulsdorf / Satzgewinn von Schülp klärte GSC-Abstieg endgültig

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25. Februar 2014, 06:00 Uhr

Der Abschluss-Spieltag in der 1. Faustball-Bundesliga der Damen hielt für den Güstrower SC nach einmal eine Achterbahn an Gefühlen bereit. Am Spielort in Berlin traf der GSC auf Stern Kaulsdorf und den VfK Berlin. Klar war, dass der Klassenerhalt nur möglich war, wenn Kaulsdorf im ersten Spiel den VfK bezwingt und der GSC danach seine beiden Spiele gewinnen würde.

Im Spiel 1 zeigt Kaulsdorf den Güstrowerinnen wie dem VfK beizukommen ist: Möglichst fehlerfrei spielen, auf seine eigenen Chancen warten und diese dann konsequent nutzen. Auf diese Weise hielt Kaulsdorf durch den 3:1-Sieg gegen den VfK die Hoffnung des GSC auf den Klassenerhalt wach.

Jetzt mussten die Güstrowerinnen Farbe bekennen. Und sie taten es mit einer konzentrierten und spielstarken Vorstellung. Schon bis zum 7:3 im ersten Satz hatte vor allem Diana Hürst drei Gewinnpunkte eingebracht. Allerdings wehrte sich der VfK noch, suchte Lücken in der GSC-Abwehr und kam auf 8:8 und 10:10 heran. Aber wie schon beim vergangenen Spieltag in Kellinghusen konnte Diana Freiknecht in dieser kritischen Phase mit einem Aufschlag-Ass den Satz für Güstrow beenden. Dieser Teilerfolg machte Mut. Mit gewachsenem Selbstbewusstsein ließ der GSC in den beiden folgenden Sätzen nicht mehr locker und dem VfK keine Chance mehr.

Mit dem 3:0 (12:10, 11:6, 11:6)-Erfolg brauchte der GSC nur noch einen Sieg gegen Kaulsdorf, um am VfK vorbeizuziehen. Allerdings kam genau in dieser Situation vom Spielort Schülp die Nachricht, dass der bisherige Tabellenletzte TSV Schülp gegen den Meisterschaftsaspiranten VfL Kellinghusen sensationell mit 3:0 gewonnen hatte und sich damit eine günstige Ausgangsposition für den Klassenerhalt schaffen konnte. Nur bei einem 0:3 von Schülp im letzten Spiel gegen den Deutschen Meister Schneverdingen und einem 3:0 des GSC gegen Kaulsdorf, hätte es für den GSC noch reichen können. Kurz vor Beginn des Spieles in Berlin kam dann die Nachricht aus Schülp, dass Schülp tatsächlich Schneverdingen den ersten Satz abgenommen hatte. Damit war die Abstiegsfrage geklärt.

Für den GSC kam es jetzt nur noch darauf an, sich mit einer guten Leistung aus der 1. Liga zu verabschieden. Das gelang den Güstrowerinnen auch. Nach dem es in den ersten beiden Sätzen wieder zu viele Fehler gegeben hatte, rafften sich die Güstrowerinnen noch einmal auf. Sie kamen immer besser ins eigene Spiel, was bei Kaulsdorf Wirkung zeigte. Aus dem 0:2 machte der GSC ein 2:2 und auch im Entscheidungssatz sah es lange gut aus für Güstrow. Zum letzten Seitenwechsel führte Güstrow mit 6:4, hatte dann durchaus einige aussichtsreiche Angriffssituationen, die aber unglücklich vergeben wurden, so dass Kaulsdorf schließlich doch noch das Spiel mit 3:2 (11:9, 11:6, 9:11, 6:11, 8:11) gewinnen konnte.

Unter dem Strich hat diese Niederlage nicht den Abstieg verursacht. Die entscheidenden Punkte vergab der GSC vorher. Insbesondere die beiden Niederlagen gegen den TSV Schülp waren völlig unnötig. Zudem gab es eine Reihe von Sätzen, in denen der GSC vorn lag, ohne sie für sich entscheiden zu können. Die deutliche spielerische Steigerung an den letzten beiden Spieltagen kam einfach zu spät. Schade, denn jetzt ist die Zukunft im Güstrower Dame-Faustball recht ungewiss, da nicht klar ist, in welcher Liga der GSC in der nächsten Hallensaison spielen wird.


GSC: Freiknecht, Hürst, Karasz, Rosenow, Müller, Riebe





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