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Güstrower Vereine vorgestellt : Von Weißen Wienern und Widderzwergen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Vereine in der Region“: Rassekaninchenzuchtverein M8 Güstrow. Am 19. und 20. August Kreis-Jungtierschau.

Blaue, Schwarze, Graue oder Weiße Wiener, Widderzwerge, Burgunder, Helle Großsilber oder Deutsche Riesenschecken – das Spektrum an Arten, die die Mitglieder des Rassekaninchenzuchtvereins M8 Güstrow züchten, ist breit gefächert. Welche Art die Züchter auch bevorzugen, die Liebe zu den Tieren verbindet sie und lässt sie im Verein eine gemeinsame Sprache finden.
Unterschiedlich auch die Wege, wie jeder zu seinem Hobby fand.

Dirk Herrmann beispielsweise, einer der ältesten Mitglieder im Verein, hatte schon von Jugend an Kaninchen gehalten, ehe er sich 1983 entschloss, der Gemeinschaft beizutreten und sein Hobby gewissermaßen auf eine höhere Stufe zu stellen. „Ich habe in der Kaninchenzucht eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung gefunden, die mich ausfüllt und bei der ich entspannen kann. Sicher, es macht Arbeit und kostet Zeit. Aber ich freue mich immer wieder, wenn ich meine Jungtiere aufwachsen sehe“, sagt der Züchter, der seit einiger Zeit auf die sich durch ein samtiges, kurzes Fell auszeichnende Rasse Castor Rex umgestellt hat.

Im Verein engagiert sich Dirk Herrmann als Ausstellungsleiter und sorgte immer wieder dafür, dass die Gemeinschaft nicht auseinander fällt. So freute er sich denn auch, als Monique Kolic vor zwei Monaten die Vereinsleitung übernahm und für frischen Wind in der Gruppe sorgt. Monique Kolic könnte man als Senkrechtstarterin bezeichnen. „Vor vier Jahren animierte mich mein Lebensgefährte, es doch mal mit der Zucht von Rassekaninchen zu versuchen. Anfangs hielt sich meine Begeisterung in Grenzen, aber bald stellten sich Zuchterfolge ein, und die spornen natürlich an“, sagt die frisch gebackene Vereinschefin. So wurde sie bereits Kreismeisterin bei den Alt- und zweimal bei den Jungtieren. 2015 erhielt sie den Landesverbandspreis. „Und da ist auf den Schauen auch jedes Mal die Spannung, wie die Preisrichter deine Tiere bewerten“, sagt sie. Zurzeit stehen in ihren Stallungen drei Häsinnen, zwei Rammler und 18 Jungtiere.

Letztere werden bei einer der nächsten Jungtierschauen bewertet. Nach der Schau des Landesverbandes zur Mela im September sind die Alttiere an der Reihe. Im Kalender der Güstrower Vereinsfreunde steht für den November die Landesschau in Gnoien, und einige werden ihre Tiere bei der Bundesschau, die in diesem Jahr in Leipzig stattfindet, zeigen. Monique Kolic und ihr Lebensgefährte Thomas Zechow planen sogar, im nächsten Jahr an der Europaschau in Dänemark teilzunehmen. „Auch damit machen wir auf Güstrow in Mecklenburg aufmerksam“, versichert Zechow, der einer von vier Tätowiermeistern im Verein ist.

Gegenwärtig bereiten die Güstrower Züchter die Jungtierschau am 19. und 20. August in ihrer Vereinsanlage in der Südstadt, Seeblick VI, vor. Am Sonnabend von 13 bis 18 Uhr und am Sonntag von 9 bis 13 Uhr sind Besucher willkommen, der Eintritt ist frei. Nicole Wylegala, die Vorsitzende des Kreisverbandes der Rassekaninchenzüchter, informierte sich schon über Einzelheiten der Veranstaltung. „Ich weiß, dass die Güstrower wieder eine interessante Jungtierschau ausrichten werden“, versicherte sie.

Im Kreisverband sind über 70 Rassekaninchenzüchter aus Güstrow, Laage und Krakow am See organisiert. Wer Interesse an diesem interessanten und vielseitigen Hobby hat, sollte sich mit einem der drei Vereine in Verbindung setzen. „Am besten zur Schau am 19. und 20 August in Güstrow. Da hat man gleich vor Augen, worüber man spricht“, sagt Monique Kolic.



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